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"Starcraft 2: Wings of Liberty": Von Menschen und Mäusen

Das Warten hat ein Ende: "Starcraft 2" ist da. Und das mit großen Erfolg, denn innerhalb weniger Tage setzte sich das Spiel weltweit an die Spitze der Verkaufscharts. Kann die Fortsetzung die hohen Erwartungen der Fans erfüllen?

Verdammt, wurde aber auch Zeit" - Mit diesen Worten beginnt "Starcraft 2: Wings of Liberty" und endet die über zwölfjährige Wartezeit auf das wohl begehrteste Strategiespiel auf diesem Planeten. Seit 27. Juli ist es weltweit erhältlich. Hierzulande gab es Mitternachtsverkäufe, zu denen ein paar Tausend Fans pilgerten. In Südkorea kam es indes zu wahren Volksaufläufen. Der Vorgänger hat dort einen Status, der hierzulande schwer vorstellbar ist. "Starcraft" ist dort Massenphänomen und Lebenseinstellung. Profi-Spieler werden wie Popstars gefeiert und füllen mit ihren Partien ganze Hallen und Stadien. Die Fluggesellschaft Korean Air lackierte sogar zwei ihrer Maschinen entsprechend um. Die Fortsetzung schickt sich an, den Erfolg von "Starcraft" noch zu übertrumpfen: Bereits nach wenigen Tagen steht der zweite Teil weltweit an der Spitze der Verkaufscharts...

Nun gibt's also Teil zwei - oder zumindest die erste Episode davon: "Wings of Liberty". Entwickler Blizzard Entertainment beschloss, dass jede der drei Fraktionen - Menschen, Protoss und Zerg - ein eigenes Spiel bekommen soll, um der episch angelegten Geschichte gerecht zu werden. Und um dreifach abzukassieren. Denn der Erfolg ist "Starcraft 2" gewiss, verkaufte sich der Vorgänger doch über elf Millionen Mal und gehört auch heute noch zum festen Bestandteil der eSport-Szene weltweit. Analysten rechnen damit, dass Publisher Activision Blizzard allein in diesem Jahr sieben Millionen Kopien von "Wings of Liberty" absetzen könnte - was bei unverbindlichen Preisempfehlungen von 60 Euro für die normale und rund 90 Euro für die Collectors Edition einen stattlichen Betrag in die Kassen des erfolgsverwöhnten Unternehmens spülen dürfte.

Frischer Grafikglanz

Überhaupt erstrahlt "Starcraft 2" in frischem Grafikglanz, natürlich in 3D und mit einer ganzen Palette schicker Licht-, Leucht- und Explosionseffekte garniert. Die großen "Ah"- und "Oh"-Momente bleiben dennoch aus. Geblieben ist das erprobte und unverwüstliche Spielprinzip, das sich gegenüber dem Vorgänger kaum verändert hat. Noch immer wollen Rohstoffe gesammelt, Militärbasen gebaut, Truppen ausgehoben und die Gegner vernichtend geschlagen werden. Wie Blizzard daraus 26 spannende und durchweg abwechslungsreiche Missionen formt, ist allerdings erstaunlich.

Kein Einsatz gleicht hier dem anderen - der Vielzahl neuer taktischer Möglichkeiten durch Terrain und Einheiten sei Dank. Mal müssen Spieler Züge überfallen, mal Flüchtlingskonvois beschützen. Aber auch zyklisch eintretende Ereignisse und der Tag- und Nachtwechsel haben bei manchen Missionen entscheidenden Einfluss. Auf einem Lava-Planeten wollen etwa spezielle Kristalle eingesammelt werden. Doch das Zeitfenster ist klein: Immer wieder steigt der Magmaspiegel sprunghaft an. Wer nicht schnell genug ist, verliert seine Einheiten. In einer anderen Mission sollte man sich nachts tunlichst in der eigenen Basis verschanzen, die von Zombie-ähnlichen Kreaturen überrannt wird. Tagsüber lassen sich deren Behausungen jedoch problemlos ausräuchern.

Während der Aufträge warten zudem immer wieder Bonusziele, die Upgrades, Geld oder Forschungspunkte versprechen. Letztere lassen sich an Bord der "Hyperion" in neue Gebäude und Einheiten investieren. Raynors Flagschiff ist Ausgangspunkt aller Missionen. Hier kann der Spieler seine Truppen aufrüsten, Söldner engagieren, allerlei Gespräche führen, amüsanten Propaganda-Nachrichten lauschen, den nächsten Einsatz der dennoch linearen Geschichte wählen, in der Bar abhängen oder an einem virtuellen Videospielautomaten die Zeit totschlagen.

Zwar ist "Wings of Liberty" in der Solokampagne bis auf eine kleine Ausnahme auf die Menschen fokussiert - im Multiplayer-Bereich lassen sich aber nach wie vor alle drei Parteien steuern. Die Matches gegeneinander sind allerdings nur noch online möglich. Einfach ein paar PCs mit einem LAN-Kabel zu verbinden und loszulegen, geht nicht mehr. Sehr zum Ärger vieler Fans, die auch die Zwangsregistrierung auf der Internetplattform Battle.net nur widerwillig in Kauf nehmen.

Fazit

Ist "Starcraft 2" dennoch sein Geld wert? Ist es. Hat sich viel geändert? Optisch ja, inhaltlich nur in Details. Und liefert es genügend Stoff, um bis zum Erscheinen der Fortsetzungen "Heart of Swarm" 2012 und "Legacy of the Void" 2013 zu unterhalten? Auf jeden Fall - dank umfangreichem Multiplayer-Modus und einem funktionsgewaltigen Editor.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Starcraft II: Wings of Liberty im Test"

Starcraft 2: Wings of Liberty

Hersteller/Vertrieb

Blizzard Entertainment/Activision Blizzard

Genre

Strategie

Plattform

PC

Preis

60 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahre

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.