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Kinostart von "Need for Speed" Die schlimmsten Videospiel-Filme aller Zeiten


Was auf PC und Konsolen ein Hit war, ist auf der Leinwand meistens ziemlicher Schrott. Das gilt auch für "Need for Speed". Ein Worst of der Videospiel-Filme zum Kinostart diese Woche.
Von Timo Brücken

Auf Spiele-Verfilmungen lastet ein Fluch: Figuren und Geschichten, die auf PC und Konsolen Millionen begeistern, sind auf der Kinoleinwand meistens eine große Enttäuschung. Trotzdem versuchen sich immer wieder ehrgeizige Regisseure an diesem Genre, zuletzt Scott Waugh mit der Adaption der Rennspiel-Serie "Need for Speed", die seit Donnerstag in Deutschland im Kino läuft. Mit absehbarem Ergebnis: So dumm wie "The Fast and the Furious" sei der Streifen, schreiben die Kritiker - aber nicht annähernd so unterhaltsam. Manche würden sich sogar "lieber Benzin in die Augen schütten lassen, als diesen Schrott zu empfehlen".

Gut, man könnte natürlich sagen, dass es schwierig ist, eine Spieleserie zu verfilmen, die quasi keinerlei Handlung hat. Außer dass man an illegalen Straßenrennen teilnimmt, dabei in manchen Teilen von der Polizei verfolgt wird, und in anderen sein Auto tunen kann. Aber auch an Games mit etwas mehr Story-Hintergrund sind schon Filmemacher gescheitert. Wir haben die schlimmsten zusammengestellt:

D.O.A. - Dead or Alive

Das prägnanteste Gimmick der Kampfspielserie "Dead or Alive" war es, dass die Brüste der weiblichen Spielfiguren permanent auf und ab wippen, während sie sich auf dem Bildschirm prügeln. Die Verfilmung bewegt sich ungefähr auf dem gleichen intellektuellen Niveau: Ständig wird grundlos auf irgendwelche Dekolletés gezoomt und die Dialoge scheint ein Pubertierender mit Hormonstau geschrieben zu haben.

Wing Commander

Die Bösewichter der "Wing Commander"-Spiele sind Aliens, die aussehen wie große, aufrecht gehende Plüschlöwen. Das finden Sie schon lächerlich? Die Verfilmung des Weltraum-Shooters setzt noch einen obendrauf: Mit Freddie Prinze Jr. und Matthew Lillard in den Hauptrollen. Die beiden sind tatsächlich noch größere Lachnummern als die Riesenkatzen.

Mortal Kombat

"Finish Him!" Dieser Satz ertönt am Ende jedes gewonnenen Kampfes in "Mortal Kombat". Die Regisseure der Verfilmungen fanden hingegen kein Ende: Zu zwei Spielfilmen, mehreren Fernsehserien und einem Kurzfilm haben sie den Stoff verwurstet. Mit schlechten Schauspielern, billigen Kostümen und noch billigeren Spezialeffekten.

Battleship

Na gut, "Battleship" ist nicht direkt eine Videospiel-Verfilmung. Aber ein Film, der auf "Schiffe versenken" basiert? Geht's noch, Hasbro?! "Transformers" war ja schon bescheuert, aber das setzt dem Ganzen echt die Krone auf. Sängerin Rihanna gibt hier übrigens ihr unseliges Schauspieldebüt.

Far Cry (oder: alles, was Uwe Boll gedreht hat)

Manche halten Til Schweiger ja für den Retter des deutschen Actionfilms. "Far Cry" stützt diese These eher nicht. Uwe Boll, Regisseur dieser grenzdebilen Ballerorgie, könnte diese Liste eigentlich auch ganz allein füllen: Mit noch mehr grottenschlechten Spiele-Filmen wie "Dungeon Siege", Blood Rayne und "House of the Dead".

Autobahnraser

Stellen Sie sich vor, Atze Schröder hätte sich mit den Machern von "Alarm für Cobra 11" zusammengetan und gesagt: Kommt, lasst uns das dümmste Computerspiel verfilmen, das wir finden können. Ungefähr so muss "Autobahnraser" entstanden sein.

Street Fighter - Die entscheidende Schlacht

Jean-Claude spielt den Helden, Kylie Minogue seine Stellvertreterin. Muss man mehr sagen? Vielleicht dass Street Fighter II auch nach 23 Jahren immer noch das beste Prügelspiel aller Zeiten ist, die Verfilmung von 1994 hingegen ein großer Haufen Schrott. Dann doch lieber noch ein paar Runden auf dem alten Super Nintendo.

Super Mario Bros.

Wie verfilmt man ein Spiel, das von zwei italoamerikanischen Klempnern handelt, die in einer Fantasiewelt aus Pilzen herumhüpfen müssen, um eine Prinzessin zu retten? Vielleicht indem man 50 Millionen Dollar aus dem Fenster wirft und ein solches Trash-Feuerwerk wie "Super Mario Bros." von 1993 fabriziert, das gar nicht erst versucht, das Szenario weniger absurd erscheinen zu lassen. Dennis Hopper hat den Film übrigens später als den größten Fehler seiner Karriere bezeichnet.

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