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Milliardendeal Microsoft kauft Mutterkonzern von "Skyrim"-Spieleentwickler: Was heißt das für Gamer?

Microsoft Xbox One
Die aktuelle Konsolengeneration wird in wenigen Wochen von der neuen abgelöst – mit dem Kauf von Zenimax mischt Microsoft die Branche kurz vorher auf
© Sezgin Pancar/ AA / Picture Alliance
Kurz vor Release der neuen Konsolen-Generation kauft Microsoft den Mutterkonzern Zenimax des Spieleentwicklers Bethesda auf – müssen Playstation-Fans künftig auf Titel wie "Fallout" verzichten?

In wenigen Wochen soll die neue Konsolen-Generation erscheinen – die Werbeschlacht der Hauptwettbewerber Sony und Microsoft ist schon seit einigen Monaten in vollem Gange. Im Kampf um die Gunst der Gamer für Xbox oder Playstation hat Microsoft nun noch einen neuen Streitpunkt geschaffen: Für einen Preis von 7,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet knapp 6,4 Milliarden Euro) hat der US-Softwarekonzern Zenimax Media gekauft – den Mutterkonzern von acht Spieleentwicklern, darunter id Software und Bethesda. Diese sind verantwortlich für einige der erfolgreichsten Titel der Branche, darunter etwa "Doom", "Fallout" oder die "Elder Scrolls"-Serie.

Die Übernahme muss noch genehmigt werden

Pete Hines, Vize-Präsident von Bethesda, schrieb dazu in einem Statement: "Microsoft ist ein unglaublicher Partner, der uns Zugriff auf Ressourcen ermöglicht, die uns zu einem besseren Publisher und Entwickler machen." Das Unternehmen mit Hauptsitz in Washington DC wurde 1999 gegründet und soll unter dem Konzerndach von Microsoft in seiner gewohnten Struktur und mit seinem bisherigen Führungsteam fortbestehen. Zenimax beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 2300 Mitarbeiter.

Die Übernahme muss noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Microsoft rechnet damit, sie in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres abzuschließen. 

Milliarden-Deal von Microsoft: Was heißt das für Gamer?

Müssen Playstation-Fans zukünftig also auf Klassiker aus der Spieleschmiede Bethesda verzichten? Jein – einige Titel sind bereits für Playstation 5 bestätigt, darunter "Doom Eternal" und das bereits erschienene "The Elder Scrolls Online". Andere Spiele der Zenimax-Studios, darunter etwa "GhostWire", sollen sogar zeitlich begrenzt exklusiv für die Sony-Konsole verfügbar sein. Ob der langersehnte Titel "The Elder Scrolls 6" für die neue Sony-Konsole kommen wird, ist dagegen noch nicht klar. Das Fachblatt "Gamestar" vermutet, dass Playstation-Besitzer in diesem Fall leer ausgehen werden.

Sicher ist, dass Microsoft in Zukunft neue Titel der gekauften Entwicklerstudios nach Release direkt im hauseigenen Spieleabo zur Verfügung stellt: "Wir werden Bethesdas Kult-Franchises dem Gamepass für PC und Konsole hinzufügen", so Phil Spencer von Xbox. Gegen eine monatliche Gebühr von zehn Euro können Spieler beim Gamepass auf eine Bibliothek von Games zugreifen. Ob Microsoft mit dieser Spiele-Offensive den in den vergangenen Jahren erfolgreicheren Konkurrenten Sony einholen kann, bleibt abzuwarten.

Quellen: DPA, Bethesda, Microsoft, "Gamestar"


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