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Höflichkeit 2.0 Guter Stil in Zeiten von iPhone und Facebook


Ist es unhöflich, im Restaurant das Handy auf den Tisch zu legen? Darf man die Kontaktanfrage des Chefs auf Facebook ignorieren? Wo verläuft in sozialen Netzwerken die gefühlte Peinlichkeitsgrenze? Die Antworten gibt jetzt eine umfassende eEtiquette.

Früher war alles einfacher: Ein Mann war ein Gentleman, eine Frau eine Dame und Knigge regelte über 200 Jahren wie die Menschen miteinander umzugehen hatten. Und heute?

Heute stehen wir vor Fragen wie "Darf ich eine Beziehung per SMS beenden?", "Wie lange darf ich im Café das kostenlose WiFi nutzen, ohne etwas zu bestellen?" und "Ist es unhöflich, in der Öffentlichkeit zu telefonieren?". Der digitale Lifestyle ändert unser Leben und damit auch unser Verhalten. Selbst Knigge stößt zu Fragen der "Höflichkeit 2.0" an seine Grenzen.

Genau hier setzt das Team des Creation Center der Telekom Laboratories an. Nach mehrmonatiger Recherchearbeit und zahlreichen Workshops mit Teilnehmern aus über zwölf Nationen stellt das Projektteam um Raimund Schmolze jetzt erstmals eine "eEtiquette mit 101 Dos and Don’ts für den digitalen Alltag" vor.

Vor allem die Zusammenarbeit mit über 40 internationalen Nutzern sowie die Partnerschaft mit Masterstudenten des Royal College of Art und der Deutschen Knigge Gesellschaft gibt dieser modernen Weiterentwicklung der klassischen "Benimmregeln" ihre fundierte Basis und macht sie so glaubwürdig.

  • "Stelle nur Bilder ins Netz, die Deine Mutter freigeben würde."
  • "Überschätze nie Deine digitalen Freunde. Über ein soziales Netzwerk befreundet zu sein, heißt nicht, Freunde im wahren Leben zu sein."
  • "Google Deine Verabredung nicht vor dem ersten Rendezvous – lass Dich wenigstens ein paar Tage lang verzaubern."
  • "Mit einem kurzen Telefonanruf lässt sich eine endlose Kette frustrierender E-Mails umgehen."

Nur R2D2 darf eine Beziehung digital beenden

Die Empfehlungen des digitalen Lifestyles beschränken sich nicht nur auf Mails, die tagelang unbeantwortet bleiben, oder auf Mobiltelefonierer, die in Bussen und Zügen telefonieren, als seien sie alleine auf der Welt. Die Kategorien der eEtiquette umfassen alle Kommunikationskanäle wie SMS, E-Mail, Telefon, Soziale Netzwerke, Videokonferenzen, Blogs, Chats etc.

Da die Welt sich ständig weiter dreht und verändert, soll sich auch diese eEtiquette weiter entwickeln. Die eigens eingerichtete Webseite stellt die eEtiquette vor und lädt mit Kommentar- und Bewertungstools zur Diskussion ein. Mitdiskutieren, kommentieren und verfolgen kann man das Projekt außerdem auf Facebook und bei Twitter

Die eEtiquette ist als Buch erhältlich und kann über die Projektwebseite bezogen werden.

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