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Fachhandel verkauft Beats-Fälschung: Der falsche Dr. Dre

Bei Stiftung Warentest fielen die beliebten Beats-Kopfhörer im Sound-Check durch. Nun kommt heraus: Ein deutsches Fachgeschäft verkaufte billige Plagiate für 150 Euro. So erkennen Sie die Fälschungen.

Beliebt bei den kunden, bei den Testern durchgefallen: die Kopfhörer-Marke Beats by Dr.Dre

Beliebt bei den kunden, bei den Testern durchgefallen: die Kopfhörer-Marke Beats by Dr.Dre

Knallige Farben, wummernde Bässe: Riesige Kopfhörer sind in. Doch welche lohnen sich für ihr Geld? Die Stiftung Warentest hat Ende April 20 Modelle auf ihren Tragekomfort, ihre Verarbeitungsqualität und ihre Klangeigenschaften getestet. Ausgerechnet das mit Abstand beliebteste Produkt am Markt landete auf dem letzten Platz: Beats by Dr. Dre. Mit durchschnittlich 152 Euro ist der Solo HD eines der teuersten Modelle, der Sound aber nur befriedigend. Im Falltest schnitt der Kopfhörer mangelhaft ab.

Doch das schlechte Ergebnis war nicht die einzige Überraschung beim Test: Wie Stiftung Warentest auf seiner Homepage bekanntgibt, fiel den Prüfern beim Kopfhörer-Test ein minderwertig verarbeitetes Produkt auf, das in zahlreichen Punkten von anderen Exemplaren des Modells abwich. Später stellten sie fest, dass der Kopfhörer eine billige Fälschung war, insgesamt unterschied er sich in 60 Details vom Original. Pikant: Der Kopfhörer wurde für 150 Euro im deutschen Fachhandel gekauft.

Kürzeres Kabel, falscher Stecker

Den Experten zufolge war der linke und rechte Tonkanal vertauscht, zudem sei der rechte Tonkanal defekt gewesen. Außerdem wog der Kopfhörer weniger, hatte ein kürzeres Kabel und verwendete ein anderes Stecker-Design. Ein Infoblatt über die Garantiebestimmungen, die jedem Original beiliegt, fehlte. Das Zubehör war auch gefälscht: Das Beats-Logo der mitgelieferten Transporttasche ragte heraus, eigentlich ist es abgesenkt.

Ein einberufener Beats-Vertreter "erklärte dabei bereits nach wenigen Minuten, dass es sich wohl tatsächlich um ein Plagiat handele", schreibt Stiftung Warentest. Entscheidend sei für sein Urteil gewesen, dass sich das Gerät hinsichtlich des Logos als auch der Farbgebung von anderen Exemplaren des Kopfhörers unterschied. Dabei seien dies Merkmale, auf die Beats bei der Herstellung besonderen Wert lege.

Zweifelsfrei konnte Beats aber nicht aufklären, ob es sich bei dem untersuchten Testgerät um ein mangelhaft verarbeitetes Original oder eine Fälschung handelt. Stiftung Warentest ist sich dennoch sicher: "Die zahlreichen Unterschiede und die mündlichen Aussagen des Beats-Mitarbeiters sind aber deutliche Indizien dafür, dass der getestete Kopfhörer in die Rubrik Produktpiraterie fällt."

Fraglich bleibt allerdings, wie das Plagiat in den deutschen Fachhandel gelangte und dort für 150 Euro verkauft wurde.

Fünf Tipps: So erkennen Sie Plagiate

Damit Sie kein Opfer von Produktpiraterie werden, gibt Stiftung Warentest fünf Tipps.

1. Sehen Sie sich die Verpackung genau an
Vergleichen Sie im Fachhandel mehrere Verpackungen eines Modells und fragen Sie einen Verkaufer, ob er den Kopfhörer aus der Verpackung nehmen kann, damit Sie ihn genauer untersuchen können.

2. Nehmen Sie den Kopfhörer unter die Lupe
Die Farben sind beim Original meist deutlich kräftiger. Achten Sie besonders auf die Farbe des "b"-Logos auf der Außenseite des Kopfhörers. Die Schriftbreite ist bei der Kopie zudem meist breiter. Und: Der Widerstand des Faltmechanismus ist beim Original deutlich höher als beim Plagiat.

3. Achten Sie auf den Karton
Der Klettverschluss des Faches, in dem sich die Broschüren befinden, schreibt Warentest, sei beim Original gerade angebracht und 4,5 Zentimeter breit. Beim Plagiat hingegen sei das Fach schief und mit 3 Zentimetern deutlich schmaler.

4. Kaufen Sie im Fachhandel
Auch wenn das entdeckte Beats-Plagiat von Warentest aus dem Fachgeschäft stammt - sicherer als dubiose Internethändler und Marktstände sind Ladengeschäfte allemal. Wer hundertprozentig sicher sein will, bestellt den Artikel auf der Webseite des Herstellers. Dort sind die Geräte aber meist etwas teurer.

5. Produkt-Abbildungen genau ansehen
Abbildungen auf dem Karton sind bei Originalen meist viel schärfer und differenzierter als beim Plagiat. Im Fall der Beats-Kopfhörer wirken die Fotos der gefälschten Imagebroschüre deutlich farbärmer und ausgewaschener.

Christoph Fröhlich
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.