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Head-Mounted-Display von Sony unter der Lupe: Sonys HMZ-T1 Personal 3D Viewer im Test

Die Idee hinter Geräten wie dem Personal 3D Viewer von Sony ist, dass das Betrachten von Medien, sei es im Flugzeug oder im Zug, persönlicher und intimer wird. Eine Technik der Zukunft? Wir haben das Sony-Gerät unter die Lupe genommen.

Die Idee hinter Geräten wie dem Personal 3D Viewer von Sony ist, dass das Betrachten von Medien, sei es im Flugzeug oder im Zug, persönlicher und intimer wird. Eine Technik der Zukunft? Wir haben das Sony-Gerät unter die Lupe genommen.

Die Unterhaltungselektronikbranche war schon immer von Video-Headsets fasziniert. Ab und zu tauchen verheißungsvolle Geräte im futuristischen Design wie beispielsweise Brillen mit integrierten Bildschirmen auf. Sogar Sony hatte zuvor einen Schritt in die "Virtual Reality" gewagt und brachte in den späten 90ern das sogenannte Head-Mounted-Display Glasstron in den USA heraus.

Das neue Head-Mounted-Display, der Sony HMZ-T1 Personal 3D Viewer, ist jedoch eine ganz andere Geschichte. Es ist ohne Zweifel das durchdachteste Video-Headset, das auf dem Markt zu haben sein wird. Es ist definitiv fortschrittlicher als andere Videobrillen wie beispielsweise von Vuzix oder König und verfügt über hochauflösende OLED-Panels.

Um es kurz zu machen: Sonys neueste Technikrevolution funktioniert. Aber wird es deshalb jemand kaufen? Wir werfen einen Blick in die Welt des Personal 3D Viewers und versuchen zu ermitteln, ob sich ein Kauf lohnt.

Das Design: Der Sony HMZ-T1 besteht aus zwei Teilen. Einmal aus dem Video-Headset sowie einem Schalter mit zwei Ausgängen. Ein Kabel verbindet die beiden Elemente und liefert den Klang, das Bild und die Leistung für das Headset. Durch die integrierte HDMI-Schnittstelle kann es mit jedem HDMI-Gerät wie beispielsweise Set-Top-Boxen, Blu-ray-Playern oder der PlayStation 3 verbunden werden. An der Stirnseite befindet sich zusätzlich eine Polsterung, die den Tragekomfort verbessern soll.

Der Preis: Die Distribution erfolgt ausschließlich über Sony-Geschäfte oder online über die Sony-Webseite. Das zeigt, dass es sich um kein Gerät für den Massenmarkt handelt. Das verdeutlicht auch das Preisschild. Mit 799 Euro ist es definitiv kein Billig-Gadget. Kauft man jedoch den Personal 3D Viewer als Alternative zu einem supergroßen 3D-Fernseher oder einem Videoprojektorsystem ist der Preis durchaus gerechtfertigt. Wenn man ein kinoähnliches Erlebnis haben möchte, aber weder den Platz noch die Möglichkeiten hat, eine Leinwand zu installieren, handelt es sich um eine erwägenswerte Option.

Die Funktionsweise: Sony sagt, Filme über den HMZ-T1 zu schauen, sei wie in einem Kino mit einer knapp 20 Meter großen Leinwand in einem Winkel von 45 Grad zu sitzen. Die OLED-Panels verfügen sogar über eine sehr subtile Neigung, die den Großen-Leinwand-Effekt nachahmen soll. Integriert in das Headset ist außerdem ein Stereo-Kopfhörer. Die Lautstärkeregler sowie die Menü- und Einstellungstasten befinden sich auf der Unterseite des Gerätes. Dort sind außerdem unter jedem Auge Schieberegler integriert, mit denen man den Fokus einstellen kann. Man sollte jedoch bedenken, dass das System nicht kabellos ist oder mit Batterien funktioniert. Man benötigt deshalb immer eine Steckdose in der Nähe.

Die positiven Eindrücke: Es mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, sich mit dem 3D-HMZ-T1-Headset von Sony in Spiele oder Filme zu vertiefen, denn man ist von der Außenwelt quasi abgeschnitten. Aber dies sagt auch viel über die Qualität des Personal 3D Viewers aus.

Die Bilder, die über die winzigen OLED-Panels übertragen werden, sind wunderbar scharf und farbtreu. Sony setzt die Auflösung mit HD (720p) gleich. Dabei handelt es sich aber wahrscheinlich eher um subjektive Wahrnehmung als um mathematische Genauigkeit. Jedoch ist die Illusion einer großen Leinwand überraschend überzeugend und die Bilder in der Wahrnehmung durchaus in HD.

Für das beste Ergebnis eignen sich unserer Erfahrung nach Blu-rays mit einem Bildformat von 2,35:1. Wir fanden sogar, dass das Ergebnis besser ist als in manchen Kinos. Denn heutzutage sind die Lichtspielhäuser selten komplett abgedunkelt, aber mit dem Personal 3D Viewer werden die Filme in totaler Dunkelheit wiedergegeben. Das bedeutet, dass die Bilder extrem dynamisch mit einer großartigen Farbwiedergabe wiedergegeben werden.

Das 3D-Erlebnis unterscheidet sich stark von dem anderer Display-Technologien. Denn hier benötigen stereoskope Bilder keine Filterung durch eine zusätzliche Linse. Das bedeutet, dass es keinen Unterschied in der Helligkeit zwischen einem 2D-HD-Film und einem in 3D gibt. Das ist ein maßgeblicher Unterschied, denn dadurch gibt es keinen Detailverlust, ob es sich nun um Nacht- oder Tagesaufnahmen handelt.

Die Bildwiederholfrequenz des OLED ist so schnell (nur 0,01 Millisekunden), dass es keine Überlagerung zwischen dem linken und rechten Bild gibt. Selbst bei anspruchsvollem 3D-Material wie dem Animationsfilm "Monsters vs. Aliens" erscheint das Bild klar und tief, ohne Doppelbilder zu erzeugen.

Ein ähnlich gutes Ergebnis ist Sony auch beim Soundsystem des HMZ-T1 gelungen. Obwohl für die eingebauten Kopfhörer nur normale Stereotreiber genutzt werden, ist die Produktion des virtuellen 5.1-Surround-Sounds sehr effektiv. Sony nennt den Prozess "Virtual Phone Technology". Es besteht die Auswahl aus fünf Surround-Sound-Einstellungen mit den Titeln "Kino", "Spiele", "reine Audiowiedergabe", "2-Kanal-Sound" und "Standard". Die Einstellung "reine Audiowiedergabe" hat sich beispielsweise als besonders vorteilhaft beim Abspielen von Live-Konzerten erwiesen.

Die Nachteile: Das Gerät ist designtechnisch nicht gut genug ausbalanciert. Das ist nicht überraschend, denn der vordere Teil des Headsets ist mit den zwei 0,7 Zoll großen OLED-Panels sehr groß geraten.

Wenn man einen Film anschaut, muss man sich richtig zurücklehnen, um das 350 Gramm schwere HMZ-T1 an Ort und Stelle sitzen zu haben und nicht Gefahr zu laufen, dass es auf die Nase rutscht. Aufgrund des unausgewogenen Gewichtes ist es auch nicht angenehm, das Gerät mehr als ein paar Stunden zu tragen.

Zum Spielen eignet sich das Gerät auch nicht hundertprozentig. Es sei denn, man ist es gewohnt, Konsolen-Controller blind zu bedienen. Denn sobald man das Gerät auf dem Kopf hat, ist es vorbei mit der Sicht. Dass man sich beim Tragen sehr isoliert fühlt, ist also die Konsequenz der absoluten Abgeschiedenheit. Es eignet sich also nur für sehr abgeklärte Personen, wenn das Gerät ind er Öffentlichkeit genutzt wird.

Das Urteil: Obwohl wir uns nicht vorstellen können, dass Head-Mounted-Displays eine Erfolgswelle auslösen werden, wie es Walkmans vor wenigen Jahrzehnten getan haben, finden wir Sonys HMZ-T1 Personal 3D Viewer gelungen. Es ist eine mutige und aufregende Version eines bekannten Konzeptes, die liefert, was sie im Bereich des virtuellen Kinos verspricht. Das 3D-Erlebnis ist geradezu hypnotisierend und wenn wir unsere Daumen sehen könnten, würden diese nach oben zeigen.

Auf der Sony-Webseite ist der Personal 3D Viewer derzeit als noch nicht lieferbar angegeben.

TechRadar / Tech Radar
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.