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Daten-Hack: Sexbörse "Adult Friend Finder" gehackt: 412 Millionen User betroffen

Das Sex-Netzwerk "Adult Friend Finder" wurde gehackt. Diesmal sollen mehr als 400 Millionen Nutzerkonten betroffen sein - darunter auch deutsche User.

Sex Portal gehackt: Adult Friend Finder wurden Nutzerdaten gestohlen.

Die Sexbörse Adult Friend Finder wurde erneut gehackt - über 400 Millionen Nutzerkonten sind betroffen.

Schlechte Nachrichten für User der Sexbörse "Adult Friend Finder": Hacker haben das Erotik-Netzwerk gehackt. Rund 412 Millionen Nutzerkonten seien betroffen, berichtet das Portal "LeakedSource". Es ist der zweite große Angriff auf die Seite - bereits 2015 wurden Nutzerdaten von Hackern veröffentlicht.

Sex-Community gehackt

Konkret betroffen sind rund 300 Millionen User des Portals, das sich selbst als "die größte Sex- und Swinger-Community der Welt" beschreibt. Aber auch die Webseite Cams (62 Millionen), von Stripshows und iCams, und die des Magazins "Penthouse" (rund acht Millionen) sollen gehackt worden sein.

Die meisten User sind englischsprachig, knapp 250 Millionen User haben in dieser Sprache kommuniziert. Deutsche sind auch unter den Hacker-Opfern: Mehr als 8,3 Millionen Nutzer stammen aus deutschsprachigen Ländern. Neben Usernamen und Passwörtern wurden auch die IP-Adresse, Browserdaten und Infos zum Kaufverhalten veröffentlicht. Laut "LeakedSource" wurden 99 Prozent der Passwörter geknackt.

Es ist nicht der erste Hack der Sexbörse: Bereits 2015 wurde das Netzwerk gehackt. Damals wurden neben den Zugängen zum Netzwerk auch Informationen zu sexuellen Vorlieben publik gemacht. Doch im Mai 2015 waren deutlich weniger User betroffen: Die Hacker erbeuteten nur rund 3,5 Millionen Zugänge.

Sicherheitslücke bei "Adult Friend Finder" bekannt

Im Oktober hatte ein Sicherheitsforscher eine sogenannte Local-File-Inclusion-Sicherheitslücke im Netzwerk entdeckt. Diana Lynn Ballou, Vizepräsidentin des Netzwerkes, äußerte sich damals bei "CSO Online": "Berichte über einen Sicherheitsvorfall sind uns bekannt und wir haben eine Untersuchung eingeleitet, um die Berichte zu verifizieren." 

Offenbar erfolgte der Hacker-Angriff etwa zur selben Zeit, in der die Schwachstellen des Systems öffentlich gemacht wurde, schreibt "Heise". 

Wer hinter diesem massiven Hacker-Angriff steht, ist bislang noch unklar. Laut "ZDnet" könnten russische Hacker für den Datenklau verantwortlich sein.

kg
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