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Monats-Abo: Amazon Prime Video wird jetzt noch mehr wie Netflix

Mit seinem Videostreaming-Angebot Prime Video griff Amazon Netflix und Co. an. Jetzt wird der Dienst seinen Konkurrenten noch ähnlicher - und lässt sich endlich auch einzeln buchen.

Amazon Fire TV

Der Amazon Fire TV ist einer der populärsten Media Player für Netflix und Prime Instant Video. Jetzt bietet Amazon Prime Video erstmals auch ohne Jahresabo an.

Als Amazon bekannt gab, mit Prime Video einen eigenen Videostreaming-Dienst anzubieten, war die Welt zunächst sehr überrascht. Das größte Kaufhaus der Welt verkaufte die Filme vorher lieber, nun konnte man sie also auch als Flatrate buchen. Schnell war klar: Amazon wollte so vor allem sein Premium-Paket Prime aufwerten. Jetzt geht der Konzern endgültig den Weg von Netflix - und bietet Prime Video auch in den USA als eigenständiges Abo an.

Bisher konnten die Nutzer in den USA nur das gesamte Paket buchen, also Premium-Versand, die Musik-Flatrate Prime Music, kostenlosen Fotospeicher in der Cloud und andere kleinere Annehmlichkeiten. Alles zu einem festen Preis von 99 US-Dollar im Jahr. Monatlich kündigen wie bei den anderen Streaming-Diensten? Fehlanzeige. Genau das ändert sich mit dem alleingestellten Angebot Prime Video.

Alles andere als ein Schnäppchen

Für 8,99 US-Dollar im Monat bekommen die Kunden dann genau eines: Zugang zu den kostenlosen Prime-Angeboten in Amazons Videothek. Alles andere bleibt weiterhin dem Gesamtpaket vorbehalten. In Deutschland gibt es dieses Angebot bereits seit 2014, allerdings zu einem Preis von 7,99 Euro. Weil Prime im Jahresabo hier aber nur 49 Euro kostet, ist Prime Video damit alles andere als ein Schnäppchen. Im Jahr bezahlt man mit 95,88 Euro fast doppelt soviel wie für Prime, dafür fällt aber der Großteil der Features weg. Immerhin: Wer nur mal eine von Amazons Exklusiv-Serien schauen will, wie das geniale Hacker-Drama "Mister Robot", kann Prime Video nur mal für einen Monat buchen und dann gleich wieder kündigen. Als Dauerabo lohnt es sich dagegen im Vergleich zum Jahres-Angebot überhaupt nicht. Eine merkwürdige Entscheidung des Konzerns. Immerhin kostet das monatliche Abo dasselbe wie der billigste Netflix-Tarif.

In den USA sieht das Angebot indes völlig anders aus. Dort kostet Prime 99 US-Dollar pro Jahr. Der Aufpreis vom dem Jahres- zum reinen Video-Angebot fällt mit knapp 8 US-Dollar deutlich moderater aus. Außerdem gibt es eine weitere Abo-Möglichkeit: Für 10,99 US-Dollar im Monat bekommen Kunden dort das volle Prime-Paket - ohne sich gleich für ein ganzes Jahr zu binden. Da stellt sich nur die Frage, wieso es dieses Paket hierzulande nicht gibt.

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