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Angst vor Betrug: Jeder Vierte zweifelt an Sicherheit beim Online-Banking

Zwanzig Prozent der Deutschen verzichten aufs Online-Banking. Viele Nutzer des Dienstes fühlen sich nicht sicher. Sie haben Angst vor Betrug im Netz.

Fast jeder vierte Bankkunde mit Internet-Zugang fürchtet sich einer Umfrage zufolge vor Betrug bei Online-Bankgeschäften. Rund zwanzig Prozent der Verbraucher schrecken dabei die Sicherheitsbedenken sogar komplett vom Online-Banking ab, wie aus einer Befragung hervorgeht, die die Initiative D21 vorstellte.

76 Prozent der Kunden ohne Online-Banking nannten demnach die Sorge vor Betrug als Hauptgrund für ihre Ablehnung. Viele seien dabei in ihrer Haltung sehr entschieden: Über die Hälfte gaben demnach an, dass auch keine verbesserten Sicherheitsverfahren, keine Sicherheitsgarantien, keine Zusatzberatung und keine Extra-Versicherung sie zum Online-Banking bewegen könnten.

Dem gegenüber wickeln den Zahlen zufolge rund drei Viertel der Internetnutzer Bankgeschäfte mittlerweile online ab. Von ihnen gaben demnach lediglich acht Prozent an, aus Angst vor Betrug vorsichtiger zu handeln.

Online-Banking auf Smartphone und Tablet noch nicht angekommen

Zahlen wollen die meisten Online-Banking-Kunden für einen sicheren virtuellen Zugang zur Bank nicht: 54 Prozent der Befragten gaben demnach an, nichts für sichere Transaktionen ausgeben zu wollen. Die Zahlungsbereitschaft scheint damit im Laufe der letzten zwei Jahre aber doch leicht gestiegen zu sein: 2012 hatten demnach noch 57 Prozent angegeben, nichts für die Bankgeschäfte übers Internet zahlen zu wollen.

Während Online-Banking trotz derart entschiedener Gegner in Deutschland doch weit verbreitet ist, sind Bezahlverfahren über Smartphone oder Tablet-Computer noch nicht bei der Masse der deutschen Verbraucher angekommen. Nur fünf Prozent der Befragten hätten angegeben, mithilfe der sogenannten Mobile-Payment-Verfahren etwa an der Ladenkasse oder im öffentlichen Nahverkehr bereits zu bezahlen. Weitere zehn Prozent hätten vor, in Zukunft derartige Angebote zu nutzen. Dem gegenüber gab den Zahlen zufolge die Hälfte der Befragten an, weder aktuell noch in Zukunft derartige Bezahlsysteme nutzen zu wollen und über ein Drittel der befragten Verbraucher kannte demnach diese Variante gar nicht.

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Bezahlen übers Mobilgerät anders als in Amerika oder Asien in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht vorangekommen ist: Seit 2012 ist die Zahl der aktiven Nutzer trotz einer seitdem größer gewordenen Bekanntheit hierzulande nicht gestiegen.

awö/AFP / AFP
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