HOME

iPhone-Konzern: Autokorrektur-Terror und vergurkte Updates: Apples skurrile Pannen-Woche

iPhone-Hersteller Apple gilt als perfektionistisch. Diese Woche zeigte das Unternehmen, dass es auch ganz anders kann - und leistete sich eine ganze Reihe irrer Pannen. Die reichten von witzig bis gefährlich.

Tim Cook Apple Patzer iPhone

Richtig glücklich dürfte Apple-Chef Tim Cook nicht über die Patzer sein

Picture Alliance

Eigentlich genießt einen hervorragenden Ruf. Während viele Konkurrenten auch schon mal halbgare Produkte auf den Markt werfen, feilen die Kalifornier meist lieber etwas länger daran. So lässt man manchmal die Kunden warten, leistet sich in der Regel aber auch weniger Patzer. In der letzten Woche hat die Qualitätskontrolle aber gleich mehrfach nicht genug aufgepasst - mit peinlichem Ergebnis.

Volle Kontrolle ohne Passwort

Zunächst wurde auf dem Mac-Betriebssystem macOS High Sierra eine fette Sicherheitslücke entdeckt, die es erlaubte, den kompletten Rechner zu übernehmen - ohne auch nur das Passwort zu kennen. Eine extrem gefährliche Situation für sämtliche Nutzer des Systems.

Lobenswerterweise brachte Apple in kürzester Zeit einen Patch heraus, der das Problem behob. Dabei scheint man aber mit einer sehr heißen Nadel gestrickt zu haben. Zunächst meldeten sich viele Nutzer, denen das Update das Teilen von Dateien über Netzwerk-Freigaben unmöglich machte. Sind viele Rechner in einem  Netzwerk verbunden, ist das ein echtes Problem.

Schon bald zeigte sich aber: Es geht noch schlimmer. Installiert man zuerst den Patch und dann ein reguläres Update für High Sierra, macht dies bei manchen Nutzern das Sicherheitsupdate rückgängig - und die Superlücke klaffte wieder im System. Ein neues Einspielen des Sicherheitsupdates bleibt ohne Effekt. Bisher hat Apple dieses vermutlich recht seltene, aber sehr kritische Problem nicht behoben.

iPhone im Dauer-Neustart

Auch so mancher -Nutzer dürfte am Samstag mächtig gestutzt haben. Sobald die Systemzeit am 2. Dezember eine Uhrzeit nach 0:15 erreichte, begannen Geräte mit iOS 11 bei vielen Nutzern damit, sich ständig neu zu starten. Der Grund war ein skurriler Fehler im Zusammenhang mit App-Benachrichtigungen. Sollte eine App immer wieder zur selben Zeit an eine Tätigkeit erinnern, legte sie so das iPhone lahm. Auch hier half Apple innerhalb kürzester Zeit mit einem Update. Idealerweise sollte ein solcher Fehler aber natürlich gar nicht erst bei den Nutzern ankommen.

Doch auch die Fehlerbehebung blieb nicht ohne Ärger: Eigentlich sollte das wegen des Fehlers vorgezogene iOS 11.2 in den USA die Funktion Apple Cash einführen, mit der die Nutzer sich einfach per iMessage gegenseitig Geld zuschicken können. Weil die Funktion aber noch gar nicht fertig ist, steht sie nur in der neuen Versionsbeschreibung - lässt sich aber nirgendwo auffinden. Die Nutzer waren sauer, Apple musste Bescheid geben, dass die Funktion demnächst nachgereicht wird.

Autokorrektur-Terror

Von einem weiteren, extrem nervigen Fehler dürften die meisten Deutschen aber verschont geblieben sein: Er betrifft die Autokorrektur der US-amerikanischen Tastatur. Die hatte vor wenigen Wochen schon ein einzeln stehendes "I" mit ?A ersetzt - und es so für viele unmöglich gemacht "ich" zu schreiben. Mit 11.2 folgt die nächste Korrektur-Panne. Will man das Wort "it" schreiben, kommt stattdessen "I.T" heraus, was in dieser Schreibweise überhaupt keinen Sinn ergibt. Wie der Fehler entsteht, ist aktuell nicht nachvollziehbar. Bis Apple ihn behebt, dürften die Betroffenen aber noch mehr über die Autokorrektur fluchen als sonst.

Ob Apples Qualitätskontrolle geschlafen hat oder man sich einfach zu wenig Zeit für die Reparaturen ließ: Apples Ruf als Qualitätsgarant dürfte unter der peinlichen Patzer-Woche kräftig leiden. Eine PR-Katastrophe vom Schlage eines Antennagate oder dem Desaster um den eigenen Kartendienst Maps hat sich Apple zwar nicht geleistet, die Fehlerquote ist trotzdem erschreckend hoch. Da kann man nur hoffen, dass der Konzern es als Ansporn nimmt - und beim nächsten Mal wieder genauer hinsieht. 

Neues iPhone-System: iOS 11: Diese neun tollen Features hat Apple ziemlich gut versteckt
iOS 11 Siri schreiben

Siri schreiben

Wer in der U-Bahn nicht mit Apples Assistentin sprechen will, kann Siri nun einfach schreiben.  Zuerst muss man die Funktion aber in den Einstellungen unter "Bedienungshilfen" aktivieren. Der Nachteil: Die Siri-Steuerung per Stimme wird dadurch deaktiviert.

mma
Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.