VG-Wort Pixel

Umstrittene Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel: In El Salvador sind viele (noch) skeptisch – "Ich werde verhungern"

Sehen Sie im Video: Bitcoin als Zahlungsmittel: In El Salvador sind viele (noch) skeptisch.




Seit dieser Woche kann man in El Salvador offiziell mit Bitcoin bezahlen. Das mittelamerikanische Land ist das erste, welches die Digitalwährung als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat. Viele Bürger haben jedoch mit der neuen Währung noch zu kämpfen. Das digitale Bezahlen von Milch, Eiern, Bier oder Zigaretten verlief vielerorts noch ruckelig. "Die Bezahlplattform funktioniert manchmal nicht, sie stürzt ab und man kann nichts hochladen." "Es ist wie damals, als sie den US-Dollar als Zahlungsmittel eingeführt haben. Die Leute waren verwirrt. Anfangs wurde er nicht akzeptiert. Aber mit der Zeit, schauen Sie, wie es heute ist. Genauso ist es mit dem Bitcoin. Wir werden uns daran gewöhnen müssen." "Als wir noch unsere alte Währung, den Colon, hatten, da war alles billiger. Als dann der US-Dollar eingeführt wurde, war es schon seltsam. Der Wechselkurs lag bei 8,75 zum Colon. Daran musste ich mich erst mal gewöhnen, ich konnte nicht mal lesen oder schreiben. Es hat gedauert. Und jetzt, wie soll das gehen ohne Telefon? Was soll ich mit dem Telefon machen? Ich werde verhungern." Neben technischen Problemen sorgen sich viele in El Salvador auch um die starken Wertschwankungen, denen Bitcoins ausgesetzt sind. Größere Unternehmen haben weniger Probleme. Bei McDonalds El Salvador etwa will man ab Samstag die Bitcoin-Zahlung für alle Kunden komplett öffnen. Bisher habe das Bezahlen und Abrechnen problemlos funktioniert, teilte eine Filialleiterin mit.
Mehr
Seit kurzem kann man in El Salvador offiziell mit Bitcoin bezahlen. Das mittelamerikanische Land hat als Erstes die Digitalwährung als gesetzliches Alltagszahlungsmittel eingeführt – mit einigen Startschwierigkeiten.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker