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Börsengang: Warum Facebook keine Volksaktie wird

Facebook ist im Netz einem Millionenpublikum zugänglich, zum Start an der Börse aber wohl nur wenigen. Ein Überblick für Privatanleger.

Von Georgia Hädicke und Renate Daum

Allmählich wird es ernst: Facebook hat sich einen Preis gegeben. Bis zu 12 Milliarden Dollar (9,1 Milliarden Euro) will das soziale Netzwerk bei seinem für Mitte Mai geplanten Börsengang von Investoren einsammeln, zwischen 28 und 35 Dollar soll eine Aktie kosten. Noch ist fraglich, ob die Onlineplattform, auf der sich täglich Millionen von Nutzern tummeln, auch ein Volksinvestment wird.

Können Privatanleger bei der Erstnotiz der Facebook-Aktien dabei sein?

Zumindest theoretisch kann die Papiere jeder bekommen. Für Kleinanleger - besonders solche, die nicht in den USA leben - dürfte es trotzdem schwierig bis unmöglich sein, direkt beim Börsengang, dem sogenannten Initial Public Offering, kurz IPO, eine Aktie zu ergattern. "Bei Facebook entsteht aufgrund des enormen Hypes um das Unternehmen das Problem, dass eine sehr große Nachfrage auf ein sehr geringes Angebot trifft", sagt Florian Kayl, Produktmanager bei der Direktbank DAB. Zudem wird das Bankenkonsortium, das Facebook an die Börse bringen soll, von US-Instituten angeführt. Diese lassen bei IPOs in der Regel ihren großen institutionellen Kunden den Vortritt, zumal der Facebook-Börsengang der bis dato größte der Internetbranche ist. In jedem Fall bräuchten Kleinanleger für eine Zeichnung ein Konto in den USA. Dann stehen die Chancen immer noch schlecht, wobei es aber jetzt einen kleinen Lichtblick für US-Anleger gibt: Die "New York Times" berichtete vergangene Woche unter Berufung auf Insider, dass es in der Facebook-Führungsriege die Überlegung geben soll, den Anteil der Aktien, die im Massenkundengeschäft verkauft werden, auf 20 bis 25 Prozent hochzusetzen. Ein Hinweis für eine höhere Kleinanlegerbeteiligung ist, dass zu den Instituten, die Aktien zuteilen können, nun auch der Onlinebroker Etrade zählt.

Wie kommen Anleger denn sonst an die Papiere?

"Praktisch müssen sich deutsche Anleger gedulden, bis die Aktien regulär am Markt gehandelt werden", sagt Kayl von der DAB. Wenn die Emission der Papiere abgeschlossen ist, wird der Wert im US-Handel gelistet, wahrscheinlich an der US-Technologiebörse Nasdaq. "Ab da lässt sich die Aktie regulär über den US-Börsenhandel kaufen", sagt Kayl. Im nächsten Schritt werden die Aktien dann auch für den europäischen Markt zugelassen. "Das geschieht in der Regel nach ein bis zwei Werktagen", so Kayl. Bei Zeichnungsangeboten, die bereits jetzt in Deutschland herumgeistern, sollten Anleger hingegen misstrauisch werden. Jüngstes Beispiel: Über Werbeanrufe wurden Kunden Stückaktien der irischen Tochter des Konzerns, Facebook Ireland Ltd., angeboten. Bei Börsengängen ist es zwar nicht unüblich, dass nicht nur die Hauptgesellschaft, sondern auch ihre Töchter Anteile ausgeben. Das ist bei Facebook jedoch laut Prospekt nicht der Fall.

Gibt es Möglichkeiten, indirekt beim Börsengang berücksichtigt zu werden?

Privatanleger können sich einen Fonds suchen, der Facebook-Aktien nach dem Parkettdebüt halten könnte. Viele US-Fondsmanager werden nach den Investorentreffen, die nächste Woche beginnen sollen, entscheiden, ob sie Aktien zeichnen. Die Wertentwicklung der Fonds hängt jedoch nicht nur an einer Position. Zudem werden Ausgabeaufschläge fällig. Wer davon ausgeht, dass der Börsengang die Social-Media-Branche beflügeln wird, kann beispielsweise mit einem Zertifikat auf einen Index setzen, der die entsprechenden Aktien beinhaltet. Solch einen Index berechnet etwa die Deutsche Bank. In den USA warben zuletzt einige Fonds damit, sich bereits vor dem Börsengang im außerbörslichen Handel mit Facebook-Anteilen eingedeckt zu haben. Die Fonds sind aber teuer und haben hohe Mindestanlagewerte. Zum anderen ist die US-Börsenaufsicht auf diese Produkte nicht sonderlich gut zu sprechen. Zwei Anbieter solcher Fonds hat sie kürzlich angezeigt, weil sie Kunden angeblich falsche Gebühren für Deals mit Facebook-Aktien berechnet hatten.

Übernommen aus ...

... der "Financial Times Deutschland"

FTD
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.