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"Es war ein Fehler" Dieser Deutsche soll Donald Trumps Twitter-Account abgeschaltet haben

Dieser Deutsche soll Donald Trumps Twitter-Account abgeschaltet haben
"Es war ein Fehler", so der ehemalige Twitter-Mitarbeiter Bahtiyar Duysak (l.) im Interview mit "Techcrunch"
© Screenshot: Youtube / Techcrunch
Im Netz wurde er als Held gefeiert, sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen: Bahtiyar Duysak - der Mann, der Donald Trumps Twitter-Account für elf Minuten vom Netz genommen haben soll. Nun hat er sich erstmals öffentlich dazu geäußert.

"Meiner Meinung nach war es definitiv ein Fehler", sagt Bahtiyar Duysak dem US-Techportal "Techcrunch" in einem Videointerview. Es täte ihm Leid, wenn er Menschen verletzt habe. "Ich habe das nicht mit Absicht gemacht."

Dabei gibt es im Netz Menschen, die ihm am liebsten den Friedensnobelpreis verliehen hätten. Der aus Deutschland stammende Bahtiyar Duysak soll jener Twitter-Mitarbeiter sein, der den Account von Donald Trump für elf Minuten abschaltete. Der Account sei "versehentlich deaktiviert" worden, erklärte der Kurznachrichtendienst zunächst. Der Vorfall werde untersucht, damit sich so etwas künftig nicht wiederhole. Später hieß es dann, dass sich im Zuge der Überprüfung herausgestellt habe, dass ein Kundenbetreuer an seinem letzten Arbeitstag den Account abgeschaltet habe. Seine Identität war nicht bekannt. Bis jetzt.Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen. Immerhin: Der US-Präsident, der auf seinem Privat-Account zu diesem Zeitpunkt (2. November) rund 42 Millionen Abonnenten hatte, ist berühmt und berüchtigt für seine Krawall-Kommentare auf dem Kurznachrichtendienst. Erst am gestrigen Mittwoch verbreitete Trump die Videos einer britischen Rechtsextremistin und sorgte damit für einen Aufschrei. 

Zur Abschaltung von Donald Trumps Twitter-Account habe eine Kette an Fehlern geführt 

"Ich hatte eine wilde Zeit in Amerika, war manchmal müde und jeder Mensch macht Fehler.", räumt Duysak nun im Interview mit "Techcrunch" ein. "Es kann sein, dass ich einen Fehler begangen habe." Allerdings könne es nicht sein, "dass der Fehler eines Menschen zu so einem Ereignis führen kann. Es muss eine Vielzahl an Fehlern zusammengekommen sein." Kurz: Nicht nur Duysak sei Schuld.

Darauf besteht der ehemalige Twitter-Mitarbeiter, dem es "viel besser" gehe, seitdem er wieder in Deutschland sei. "Ich habe das Essen hier vermisst", sagt er. Duysak habe niemanden gehackt, nichts getan, zu dem er nicht authorisiert gewesen sei. "Ich habe mich an alle Regeln gehalten."

Natürlich könne Duysak verstehen, warum der Vorfall um die Welt ging. "Viele Leute wollen ihm (Donald Trump, Anm. d. Red.) schaden und würden dafür einiges tun", erklärt der ehemalige Twitter-Mitarbeiter, "in meinem Fall fand ich mich plötzlich als glücklich-unglückliches Opfer in genau dieser Situation wieder, in der wohl viele Millionen Menschen gern gewesen wären." Daher sei er nun, rund einen Monat nach Trumps Twitter-Bann, auch an die Öffentlichkeit gegangen. "Ich möchte wieder ein normales Leben führen und nicht mehr vor den Medien wegrennen", so Duysak. Reporter hätten ihn verfolgt, auch seine Freunde in sozialen Netzwerken kontaktiert. "Ich musste Hunderte meiner Freunde löschen", sagt er. "Ich möchte einfach nur ein normales Leben führen."

fs

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