"Umgehende Reaktion" Iran droht bei Angriff mit Attacken auf US-Basen und Flugzeugträger

Auch der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln ist in Reichweite des Iran in Stellung gegangen
Auch der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln ist in Reichweite des Iran in Stellung gegangen
© U.S. Navy / Imago Images
Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA spitzt sich weiter zu. Nachdem sich US-Streitkräfte rund um das Land in Stellung gebracht haben, droht das Mullah-Regime nun.

Der Iran wird im Falle eines Angriffs der USA nach Angaben eines Armeesprechers "umgehend" reagieren. Mögliche Ziele könnten die US-Militärbasen in der Golfregion oder ein Flugzeugträger sein, sagte Armeesprecher Mohammed Akraminia am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen mit Blick auf die Ankunft des US-Flugzeugträgers USS "Abraham Lincoln" in der Region. US-Flugzeugträger hätten "ernstliche Schwachstellen" und zahlreiche US-Militärbasen seien "innerhalb der Reichweite unserer Mittelstreckenraketen", sagte der Sprecher.

Wenn die USA derartige "Fehlkalkulationen" träfen, "wird es sich ganz sicher nicht so entwickeln, wie (US-Präsident Donald) Trump sich das vorstellt – ein schneller Einsatz und dann, zwei Stunden später, twittern, dass die Operation vorbei ist", warnte der iranische Armeesprecher.

Donald Trump fordert Iran zum Stoppen des Atomprogramms auf

US-Präsident Donald Trump hatte der Führung im Iran am Mittwoch mit militärischer Gewalt gedroht, falls Teheran nicht über ein neues Atomabkommen verhandelt. "Die Zeit wird knapp," schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Der nächste Angriff wird viel schlimmer", fügte er mit Blick auf die Bombardements der US-Armee während des zwölftägigen Krieges zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Juni hinzu.

Im Bemühen um eine Deeskalation in der Region telefonierte der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al Thani, am Donnerstag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Die offizielle katarische Nachrichtenagentur QNA berichtete, bei dem Telefonat hätten beide "die jüngsten regionalen und internationalen Entwicklungen diskutiert und dabei vor allem die aktuelle Situation und die Bemühungen, die unternommen wurden, um die Spannungen zu verringern und Stabilität zu schaffen".

Auch die Proteste im Iran könnten eine Rolle spielen

Washington hatte nach der Niederschlagung der jüngsten Proteste im Iran einen neuen Militäreinsatz gegen das Land nicht ausgeschlossen. Bei dem brutalen Vorgehen der staatlichen Einsatzkräfte gegen Demonstranten wurden nach Angaben von Aktivisten tausende Menschen getötet, zehntausende Menschen wurden festgenommen.

Am Nachmittag hatten die EU-Außenminister die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begründeten den Schritt mit der Niederschlagung der Proteste gegen die Führung in Teheran nach dem Jahreswechsel.

AFP
pgo

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