Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Krisenregion verlegt. Türkei schickt Kampfflugzeuge nach Zypern. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Kai Müller
Bundesaußenminister Johann Wadephul ist zu einem Besuch in Zypern eingetroffen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitteilt. „Unserem EU-Partner gilt in diesen Tagen besondere Solidarität, nachdem das Land in der vergangenen Woche von iranischem Drohnenbeschuss betroffen war“, erklärt sie weiter.
Vor diesem Hintergrund werde Wadephul am Dienstag in Nikosia politische Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten führen. Noch am Montagabend sei ein Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, auf Zypern geplant.
Vor diesem Hintergrund werde Wadephul am Dienstag in Nikosia politische Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten führen. Noch am Montagabend sei ein Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, auf Zypern geplant.
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Kai Müller
Lufthansa-Konzern verlängert Flugstopp nach Nahost
Wegen des Iran-Kriegs fliegt der Lufthansa-Konzern weiterhin nicht zu bestimmten Zielen in der Region. Die verschiedenen Airlines der Gruppe setzen die Flüge nach Dammam, Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag (15. März) aus, wie das Unternehmen mitteilt. Die Verbindungen nach Tel Aviv bleiben bis einschließlich Grün-Donnerstag (2. April) eingestellt.
Die Flughäfen in Riad, Jeddah und Larnaca auf Zypern werden planmäßig bedient. Lufthansa schickt zudem Chartermaschinen im Auftrag von Reiseveranstaltern und für die Bundesregierung. Hier ist ein weiterer Flug von Maskat im Oman geplant, der am Dienstagmorgen in Frankfurt landen soll.
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Kai Müller
Frankreich schickt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer
Frankreich verlegt zur Unterstützung seiner Verbündeten im Nahost-Konflikt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer und das Rote Meer. Zu dem Verband gehöre auch der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, sagt Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch auf Zypern.
„Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“, betont er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber sei.
„Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“, betont er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber sei.
„Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
Kampfjets an Bord des Flugzeugträgers Charles de Gaulle. Mit der Verlegung möchte Macron „die Freiheit der Schifffahrt“ unter anderem in der vom Iran blockierten Straße von Hormus gewährleisten. Xinhua / Imago Images
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Kai Müller
Trump fordert von Australien Asyl für Irans Fußballerinnen
US-Präsident Donald Trump fordert Australien öffentlich auf, den Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft Asyl zu gewähren. Das Team solle nicht in die Heimat zurückgeschickt werden, so Trump, dort drohe den Spielerinnen „sehr wahrscheinlich“ der Tod.
Trump kritisiert auf seinem Netzwerk Truth Social die Regierung in Canberra scharf und spricht von einem „schrecklichen humanitären Fehler“. Der US-Präsident wendet sich direkt an den australischen Premierminister Anthony Albanese: „Die Vereinigten Staaten werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun“, schreibt er.
Nach dem Vorrunden-Aus bei der Asienmeisterschaft hatte es große Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien.
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Kai Müller
Der Irankrieg weitet sich nach den US-israelischen Angriffen immer weiter aus. Teheran schlägt zurück und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Fotos der Eskalation:
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Kai Müller
Die Nato bestätigt das erneute Abfangen einer Rakete nahe der Türkei. Die Nato habe „wieder eine Rakete auf ihrem Weg Richtung Türkei abgefangen“, erklärt eine Nato-Sprecherin am Montag im Onlinedienst X.
Die Allianz sei unverändert bereit, „ihre Verbündeten gegen jegliche Bedrohung zu verteidigen“, betont sie.
Die Allianz sei unverändert bereit, „ihre Verbündeten gegen jegliche Bedrohung zu verteidigen“, betont sie.
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Kai Müller
Ein Video soll den Raketeneinschlag nahe einer Mädchenschule zeigen. Das abgebildete Geschoss könnte Vorwürfe gegen die USA erhärten. Auch US-Präsident Trump reagierte:
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Kai Müller
Medien: Fünf iranische Fußballerinnen flüchten zur Polizei
Fünf Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft setzen sich nach dem Aus bei der Asienmeisterschaft offenbar aus Angst vor Repressalien von ihrem Team ab. Das Quintett habe das Mannschaftshotel in Australien verlassen und Schutz bei der Polizei gesucht, berichtet der TV-Sender CNN.
Nach dem Vorrunden-Aus hatte es große Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Vorrundenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien.
Der Verzicht auf die Hymne war als offener Protest gegen die Führung gewertet worden, ein Kommentator bezeichnete die Spielerinnen im Staatsfernsehen als „Kriegsverräterinnen“ und forderte Konsequenzen. Vor den Spielen gegen Australien (0:4) und die Philippinen (0:2) hatten die Spielerinnen dann wieder die Hymne gesungen und dabei salutiert.
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Kai Müller
Nutzer des Krypto-Wettanbieter Polymarket erzielten nach Beginn des Irankrieges auffällige Gewinne. Der Verdacht des Insiderhandels kam auf. Was hat es damit auf sich?
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Yannik Schüller
Nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern sichert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der EU-Inselrepublik Solidarität zu:
„Wer Zypern angreift, greift auch Europa an“Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis
Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagt Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe Zyperns.
Frankreichs Macron und Zyperns Christodoulidis. Quelle: Jeanne Accorsini / Pool / ABACA / Imago
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Yannik Schüller
Neue Aufnahmen aus Teheran: Flammen aus schlagen Gullydeckeln, ganze Straßen stehen in Brand. Angriffe auf die Öl-Infrastruktur zwingen Anwohner, unter Lebensgefahr nach Benzin zu suchen:
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Yannik Schüller
Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen weiter.
Katars Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Die Bedrohung sei inzwischen vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid.
Katars Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Die Bedrohung sei inzwischen vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate teilen mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Außerdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden. Die Emirate sind bisher besonders stark unter Beschuss. Dort wurden bisher vier Menschen bei Angriffen getötet, mehr als 110 wurden verletzt.
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Kai Müller
Türkei: Nato fängt Geschoss im türkischen Luftraum ab
Ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss ist nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums im türkischen Luftraum von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.
Einige Trümmer der Munition seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden des Landes gefallen, teilt das Ministerium auf X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten.
Einige Trümmer der Munition seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden des Landes gefallen, teilt das Ministerium auf X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten.
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Kai Müller
Unicef: 83 Minderjährige bei Angriffen im Libanon getötet
Die Angriffe Israels auf feindliche Stellungen im Nachbarland Libanon treffen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef auch rund 200.000 Kinder und Teenager. Innerhalb einer Woche seien 83 Minderjährige bei den Angriffen ums Leben gekommen und 254 verletzt worden, berichtet die Organisation auf Basis von Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums. Von den 700.000 Menschen, die durch die Angriffe aus ihren Häusern vertrieben wurden, sei mehr als ein Viertel unter 18 Jahre alt.
„Diese Zahlen sind erschütternd“, sagt Unicef-Regionaldirektor Edouard Beigbeder. „Sie verdeutlichen auf dramatische Weise, welch hohen Preis Kinder in diesem Konflikt zahlen. Während die militärischen Angriffe im ganzen Land andauern, werden Kinder in alarmierendem Ausmaß getötet und verletzt, Familien fliehen aus Angst aus ihren Häusern, und Tausende Kinder schlafen in kalten und überfüllten Notunterkünften.”
„Während die militärischen Angriffe im ganzen Land andauern, werden Kinder in alarmierendem Ausmaß getötet und verletzt, Familien fliehen aus Angst aus ihren Häusern, und Tausende Kinder schlafen in kalten und überfüllten Notunterkünften“Unicef-Regionaldirektor Edouard Beigbeder
Unicef-Regionaldirektor Edouard Beigbeder. Monirul Alam / Imago Images
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Yannik Schüller
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft Israel vor, vergangene Woche bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weißen Phosphor eingesetzt zu haben.
Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, heißt es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten.
Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, heißt es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten.
Das israelische Militär äußert sich bisher nicht zu dem Vorwurf.
Weißer Phosphor entzündet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft und brennt so lange weiter, bis entweder nichts mehr übrig ist oder die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Die Brandeigenschaften von weißem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich ziehen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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