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Einfach bis Profi Drohnen bei Warentest: Diese Modelle lohnen sich wirklich – von 75 bis 950 Euro

Mit Drohnen wie der Mini 2 räumt Hersteller DJI bei Stiftung Warentest ab
Mit Drohnen wie der Mini 2 räumt Hersteller DJI bei Stiftung Warentest ab
© DJI / Hersteller
Ob als spaßiges Spielzeug oder als echte Profi-Werkzeug: Bei Drohnen gibt es eine breite Spannweite von Einsatzzwecken. Und entsprechende Preis-Unterschiede. Stiftung Warentest hat nun elf Modelle getestet und verrät, welche ihren Preis wert sind.

Ob für filmreife Verfolgungsszenen beim Mountainbiken oder als mobile Selfie-Kamera: Drohnen ermöglichen auch Hobby-Fotografen und -Filmern Ansichten und Aufnahmen, die früher ohne Hubschrauber kaum denkbar gewesen sind. Und sie machen dabei auch noch richtig Spaß. Beim aktuellen Test der Stiftung Warentest zeigt sich aber schnell: Wie viel Spaß, das hängt auch sehr stark vom Modell ab.

Denn während sich in manchen Märkten, etwa bei Notebooks, laut Warentest die Qualität so stark gehoben hat, dass selbst die hinteren Plätze noch gut abschneiden, finden sich bei den Drohnen noch gewaltige Unterschiede. Dabei ist der Preis ein überraschend klarer Indikator: Die besten Modelle kosten zwischen 700 und 1000 Euro, die gute Mittelklasse um 500 Euro. Dann sinkt die Qualität zunehmend, die ganz günstigen Modelle sind quasi nur noch als Spielzeuge zu benutzen.

Drohnen bei Warentest: ein klarer Sieger

Klarer Sieger des Tests ist der chinesische Drohnen-König DJI. Egal ob in der Klasse über 250 Gramm oder bei den weniger streng regulierten Leichtmodellen, die weniger wiegen: DJI ist immer ganz vorne, teils mit nahezu zwei Noten Abstand zum zweiten. Nur ein einziges Modell von Parrot kann ähnlich abschneiden.

Die mit Abstand besten Drohnen sind die DJI Air 2s (ab etwa 950 Euro) und die DJI Mavic Air 2 (ab etwa 750 Euro). Beide schneiden in in nahezu jeder Hinsicht sehr gut ab, von den Flugeigenschaften bis zur Kamera sind sie den Konkurrenten in nahezu jeder Hinsicht überlegen, beherrschen neben den Standard-Tricks wie automatischer Rückkehr zum Startplatz auch tolle Zusatzfunktionen. So verfolgten sie als einzige Drohnen im Test zuverlässig selbstständig einen Fahrradfahrer und behielten ihn dabei immer im Bild.

Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden fast 600 Gramm schweren Modellen ist die Kamera: Die Air 2s filmt maximal in 8K-Auflösung, bei der Air 2 sind es "nur" 4K. Einzige echte Schwachstelle ist die Nutzung auf Android-Smartphones: Die App ist nicht im Play Store erhältlich sondern muss umständlich von einer Webseite geladen werden. Dann funktioniert sie aber. Die Gesamnote kann sich entsprechend sehen lassen. Mit "sehr gut" (1,3) teilen sich die beiden DJI-Spitzenmodelle den Drohnen-Thron.

Einziger Konkurrent: Parrot

Die einzige ernsthafte Alternative ist die Parrot Anafi. Mit einem Gewicht von 320 Gramm liegt sie zwar immer noch in der strenger regulierten Gewichtsklasse über 250 Gramm, trotzdem ist sie erheblich leichter als die großen DJI-Modelle. Und deutlich günstiger: Sie ist bereits unter 500 Euro zu bekommen. Die Flugeigenschaften sind sehr gut, der Automatikmodus leider nicht ganz so ausgereift wie bei der DJI: Statt vollständig selbst hinterher zu fliegen, muss man die Drohne selbst hinter bewegten Zielen hinterher steuern. Immerhin behält sie aber selbstständig das Motiv im Auge. Die Fotos sind hervorragend, die Videos gut. Die Gesamtwertung "gut" (1,8) kann sich entsprechend sehen lassen. Wer zuschlagen will, sollte sich aber beeilen: Das Modell wird laut Warentest nicht mehr hergestellt und ist nur noch im Abverkauf zu bekommen.

Wer sich nicht mit den strengeren Regeln für Großdrohnen herumschlagen will, hat laut Warentest nur eine gute Wahl. Die Mini 2 ist DJIs Kleinmodell und kommt mit einem Gewicht von 236 Gramm gerade so unter die Grenze. Der Qualität tut das keinen Abbruch. Trotz des weniger robusten Aufbaus ist sie laut Warentest sehr gut verarbeitet und weist tolle Flugeigenschaften auf. Der Automatikmodus und die Kamera sind im Vergleich zu den teuren Geschwistern aber etwas abgespeckt. Trotzdem: Die Mini 2 ist die einzige "gute" (1,9) unter den Leichtgewichten. Der Preis liegt bei etwa 220 Euro.

Billiges Spielzeug

Wer weniger bezahlen möchte, muss schon arge Kompromisse in Kauf nehmen. Die günstigste Drohne m Test, die Icon von Revell, kostet zwar nur knapp 75 Euro, die Leistung fällt aber auch entsprechend mau aus. Die Drohne findet dank fehlendem GPS nicht allein zurück, hat schon nach zehn Metern Entfernung teilweise Probleme, die Verbindung zu halten. Auch mit stabiler Verbindung lassen die Flugeigenschaften zu wünschen übrig, die Steuerung ist träge, klagen die Warentester. Auch die Fotos und Videos überzeugen nicht. Wenn dann nach nur neun Minuten der Akku leer ist, sinkt sie einfach an genau dieser Stelle vom Himmel. Die Gesamtwertung fällt mit "ausreichend" (4,5) entsprechend schlecht aus. Wer nur ein einfaches Spielzeug sucht, könnte trotzdem seinen Spaß haben.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

mma

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