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Nicht nur heiße Luft: Dyson macht den Föhn schön

Der Dyson Supersonic sieht aus, als käme er direkt aus einem Raumschiff. Dabei soll der neue Super-Föhn nur das Haaretrocknen revolutionieren - zum Schnäppchenpreis von 400 Dollar.

Dyson Supersonic

Der Dyson Supersonic sieht nicht nur ungewöhnlich aus, sondern soll tatsächlich mehr draufhaben, als herkömmliche Föhns

Staub aufwirbeln, das kann man bei Dyson. Zuerst erfand der britische Hersteller den Staubsauger neu, dann kamen Designer-Ventilatoren hinzu. Und jetzt ist der Föhn dran. Vom langweiligen Heißluftgebläse soll er bei Dyson zum futuristischen Wundergerät werden. Wenn man den Entwicklern glaubt. Ganz billig ist das natürlich nicht.

Wie ein Föhn aufgebaut ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Hinten ein Gebläse, das Luft ansaugt, in der Mitte eine Heizspirale, durch die die Luft geblasen wird. Der dicke Motor sitzt direkt mit im Korpus. Fertig ist der Haartrockner.

Der Dyson funktioniert dagegen völlig anders. Statt im Korpus oben befindet sich Rotor und Motor im Griff. Dadurch hat er einen anderen Schwerpunkt und soll angenehmer zu halten sein. Die Luft saugt er ebenfalls durch den Griff ein, die Löcher befinden sich unter der Hand. Das Heizelement befindet sich klassisch am Ausgang. Damit es nicht zu heiß wird, kontrolliert ein Sensor zwanzig Mal in der Sekunde die Temperatur - und schaltet im Notfall ab.

Viel heiße Luft

Die Luft bläst der Supersonic dann über schmale Schlitze in die ungewöhnlich geformte Ausgangsröhre. Dabei saugt er gleich noch Luft über die hintere Öffnung mit und verstärkt so den fokussierten Luftstrom. Mindestens doppelt so stark wie ein herkömmlicher Föhn soll der Supersonic auf diese Weise sein, verspricht Dyson. Mehr Lärm macht er aber nicht: Durch die extrem hohe Drehzahl des Motors steigt auch die Frequenz des Motorenlärms. Und wird dadurch für menschliche Ohren nicht mehr hörbar. Hunde und Katzen dürften sich allerdings weniger freuen.

Aufsätze für Locken und so weiter gibt es ebenfalls, die werden mit einem Magnetring statt des üblichen Klick-Systems angebracht. Mit drei Stärken und vier Wärmestufen plus reinem Kaltluftmodus entspricht der Supersonic bei der Ausstattung dem handelsüblichen Föhn.

Beim Blick auf den Preis dürfte den meisten Kunden die Kauflust allerdings wieder vergehen: 400 US-Dollar will Dyson für das Hightech-Gerät haben. Zu so einem Preis hätte man sich wenigstens einen kabellosen Föhn gewünscht. Der Supersonic hängt nämlich immer noch ganz altmodisch an der Strippe.

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