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Sexismus-Vorwurf IBM beendet peinliche Werbe-Aktion


Der Computer-Konzern IBM wollte mit einer kreativen Aktion mehr Frauen für die Tech-Industrie begeistern. Doch die Kampagne war vielen zu sexistisch, es tobte ein Shitstorm. Nun wurde die Aktion beendet.

Um mehr Frauen für die männerdominierte IT-Industrie zu begeistern, ließ sich IBM eine skurrile, aber umstrittene Aktion einfallen. Sie trug den Namen "Hack a hairdryer" ("Hack den Föhn"), darin wurden Frauen aufgerufen, den Haartrockner zu einem anderen Gerät umzubauen. Knapp zwei Monate war das etwa anderthalb Minuten dauernde Werbevideo online.

Doch nun ging die Aktion für IBM mächtig nach hinten los: Im Internet tobte ein Shitstorm, es häuften sich Sexismus-Vorwürfe. Der Computer-Konzern zog nach all der Entrüstung im Netz die Notleine und stoppte die Kampagne.

Zugleich watschten erfolgreiche Frauen aus der Wissenschaft IBM ab. Sie würde ja einen Fön hacken, "aber ich bin zu beschäftigt mit Nanotechnologie und damit, Krebs zu heilen", schrieb etwa die Molekularbiologin Upulie Divisekera bei Twitter und löste damit eine Welle ähnlicher Tweets aus. Selbst die Feuerwehr aus London meldete sich zu Wort, die Feuerbekämpfer waren aber vor allem um die Sicherheit besorgt. An einem Föhn soll man schließlich nicht herumbasteln. IBM entschuldigte sich am späten Montag, das Video wurde bei YouTube entfernt.

cf DPA

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