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"Auge Saurons" Facebook-Angestellte vergleichen Zuckerberg mit dem absolut Bösen – er sieht es als Kompliment

Facebook-CEO Mark Zuckerberg
Anders als die anderen Gründer der Tech-Giganten sitzt Mark Zuckerberg immer noch am Ruder
© Mark Lennihan / AP / DPA
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist der letzte Gründer der großen Internetkonzerne, der sein Unternehmen noch selbst leitet. In einem Interview verriet er nun, wie seine Angestellten ihn sehen. 

Ein Unternehmen zu führen, ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man es von einem Uni-Projekt zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt ausgebaut hat. In einem Gespräch hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nun erzählt, wie er die Führung seines Unternehmens im Alltag handhabt. Und wie das bei seinen Angestellten ankommt.

Spannend ist vor allem die Antwort auf die Frage, wie er es schafft, fokussiert zu bleiben, während er den ganzen Tag mit Neuigkeiten und Informationen bombardiert wird. "Vielleicht bin ich einfach nicht willensstark oder entspannt genug, es als eine Art von Meditation zu sehen", denkt er laut nach. "Ich muss mich selbst in eine Situation bringen, in der es mir schwerfällt, mich nicht ausschließlich auf diese eine Sache zu konzentrieren", führt er aus. Um dann mit einem merkwürdigen Vergleich seines Führungsstils hellhörig zu machen.

Zuckerberg als das Auge Saurons

"Sie nennen meine Aufmerksamkeit das 'Auge Saurons'", feixt Zuckerberg. Um dann schnell hinzuzufügen: "Ich denke, sie meinen das liebevoll." Fans von "Herr der Ringe" dürften das eher bezweifeln. Der Name steht für die Fähigkeit Saurons, in der Reihe das Sinnbild des absolut Bösen, jederzeit alles wahrzunehmen, was in der Welt vor sich geht. Wer vom Auge Saurons erfasst wird, dem droht in der Regel Schreckliches.

Auch Zuckerbergs Ausführung des Bildes trägt nicht dazu bei, diesen Eindruck zu ändern. "Man hat diese unbändige Energie an etwas zu arbeiten. Und wenn man sie auf ein Team richtet, verbrennt man es damit" erklärt er in irritierend erfreutem Ton. Seine Aufgabe sehe er deshalb darin, seine Energie so zu verteilen, dass er seine Teams nicht verbrenne.

Das falle ihm nicht leicht. "Es ist einfach angenehmer, sofort Feedback zu Ideen zu bekommen, wenn man sie hat. Und nicht erst drei Wochen auf ein Meeting warten zu müssen", gibt Zuckerberg zu. "Diese Balance zu finden, ist wirklich schwer für mich."

Marc Zuckerberg Deepfake

Der letzte Gründer am Ruder

Zuckerberg ist der letzte Unternehmensgründer der großen Tech-Konzerne, der seine Firma seit der Gründung durchgehend geleitet hat. Alle anderen, wie Jeff Bezos bei Amazon, Bill Gates bei Microsoft oder Sergej Brin und Larry Page von Google haben die Führung mittlerweile abgegeben. Zuckerberg gilt als sehr selbstbewusster Konzern-Chef, sein Vorbild ist der römische Kaiser Augustus.

Quelle:Interview


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