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Nervige Kettenbriefe: Warum müllt ihr schon wieder meine Facebook-Timeline zu?

Facebook quillt mal wieder über vor Kettenbriefen, alle wollen vermeintlichen Änderungen der vielgehassten Richtlinien widersprechen. Dabei verschwenden sie nicht nur ihre eigene Zeit, sondern auch die aller anderen, findet stern-Autor Malte Mansholt.

Facebook Richtlinien

Wer so etwas postet, widerspricht nicht den Facebook-Richtlinien, sondern nur seinen Rechtschreib-Kenntnissen.

Ich kann es nicht mehr lesen: Alle paar Wochen poppt in meiner Timeline derselbe Unsinn auf, ein angeblicher Widerspruch zu den bösen Facebook-Richtlinien. "Hiermit wiederspreche ich blablabla Facebook-Richtlinien und so weiter". Inklusive so vieler Rechtschreibfehler, dass man sich ernsthaft fragt, wie jemand so einen Textabfall für rechtlich bindend halten kann. Natürlich fußt das Ganze nie auf Fakten, immer nur auf irgendwelchen hanebüchenen Gerüchten und viel Hörensagen.

Aktuell ist es mal wieder soweit: Irgendein Facebook-Spezialist hat mal wieder das Ende des Social-Media-Abendlandes ausgerufen und jede Menge Träumer und Möchtegern-Juristen kopieren die ganze Soße fröhlich, um alle ihre Freunde und flüchtigen Facebook-Bekannten vor den schlimmen Plänen zu warnen, die der fiese Mark sich in seinem Superbösewichterhauptquartier im fernen Kalifornien ausgedacht hat. Mal ist es irgendwas mit Fotorechten, mal geht es um irgendeinen kostenpflichtigen Account. So genau muss man das ja nicht lesen. Zumal die Grammatik und Rechtschreibung ein echtes Textverständnis sowieso vollends unmöglich machen.

 

Dagegen! Bloß gegen was genau?

Aber widersprechen, das muss man. Jetzt sofort. Kam sogar im Radio, schreibt einer noch dazu. Na dann muss es ja stimmen. Etwas Respekt nötigt mir zumindest die Beharrlichkeit ab, mit der dieser Quatsch immer wieder aus den Untiefen des Internet-Sumpfes auftaucht. Vielleicht liegt es daran, dass es eine ganz einfache Lösung für unbequeme Probleme bietet. Das nächste Mal widerspreche ich bei Facebook auch noch gleich meinem Steuerbescheid. Meinen zu teuren Handy-Vertrag kündige ich aber lieber bei Twitter.

Leider gibt es im echten Leben nur genau zwei Arten, gegen irgendwelche Dinge zu protestieren, die Facebook in seine real existierenden Benutzungsbedingungen schreibt: Dagegen klagen - oder seinen Facebook-Account zu löschen. Beides bedeutet Arbeit. Copy-and-Paste ist aber so viel einfacher. Dann kann man sich auch das Lesen sparen und trotzdem ein bisschen stolz sein, die Facebook-Welt zu einem besseren Ort gemacht zu haben.

Vielen Dank trotzdem. Nicht für die Warnung oder den Widerspruch, die sind wie jedes einzelne Mal kompletter Blödsinn. Sondern für die Erinnerung, meine Freundesliste mal wieder auszusortieren. Vielleicht erwische ich ja dieses Mal alle - und habe dann endlich meine Ruhe. Oder es bemerkt endlich auch der letzte, welchen Unfug er da teilt. Das fände ich eigentlich noch besser.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So löschen Sie Ihr Konto bei Facebook
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(