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Facebook zwingt zur E-Mail-Adresse: Wer nicht will, kriegt trotzdem

Nach der Chronik jetzt die E-Mail: In den kommenden Wochen soll jeder Facebook-Nutzer eine eigene Mail-Adresse erhalten - ob er will oder nicht. Nur der Nutzername darf ausgesucht werden.

Von Christoph Fröhlich

Die Chronik ist noch nicht einmal auf allen Facebook-Profilen angekommen, da wartet schon die nächste Zwangsumstellung in Mark Zuckerbergs sozialem Netzwerk: In den nächsten Wochen soll jedes Mitglied eine eigene E-Mail-Adresse bekommen, kündigte das Unternehmen an. Die ersten Umstellungen haben bereits begonnen. Das einzige Mitspracherecht, das Facebook gestattet, ist der Nutzername. Dieser wird direkt in die Mail-Adresse nach dem Muster "Nutzername@facebook.com" eingebaut.

Facebook will zur Kommunikationszentrale werden

Seit 2010 können Nutzer eine eigenes Mail-Konto einrichten. Allerdings war dieses Feature bislang freiwillig. Wer bereits eine Facebook-Mail-Adresse besitzt, ist von der Änderung nicht betroffen.

Mit dem neuen Mail-Account können nicht nur Nachrichten innerhalb des Netzwerks verschickt werden, sondern auch an andere Mail-Provider. Selbstverständlich können auch E-Mails von fremden Diensten empfangen werden. Mit diesem Feature versucht Facebook seine Nutzer länger an die Plattform zu binden und noch mehr Kommunikation über die eigenen Server zu schleusen.

Angst haben muss vor dem neuen Service trotzdem niemand: Solange die E-Mail-Adresse nicht genutzt wird - und dazu kann Facebook einen nicht zwingen - werden keine zusätzlichen Daten gespeichert.

Raus aus Facebook

Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook seinen Nutzern eine Funktion aufzwingt: Die vor kurzem eingeführte Chronik sorgte für viel Gesprächsstoff im Netz, da viele Nutzer die klassische Profilansicht behalten wollten. Auch jetzt drohen einige User mit dem Ausstieg aus dem sozialen Netzwerk.

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