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EU erhebt schwere Vorwürfe: Google soll Android-Nutzern Leistungen vorenthalten

Laut Ermittlungen der Wettbewerbshüter der EU missbraucht Google seine Macht am Markt. Mit seinem Betriebssystem Android soll Google unter anderem Innovationen anderer Hersteller ausbremsen.

Das Roboter-Maskottchen für das Google-Betriebssystem Android vor dem Eingang von Google in Kalifornien

Die EU-Kommission hat ihr Wettbewerbsverfahren gegen Google verschärft

Die EU-Wettbewerbshüter weiten ihr Verfahren gegen Google aus und nehmen nun auch das Betriebssystem Android unter die Lupe. Der US-Internetriese missbrauche nach vorläufigen Erkenntnissen seine marktbeherrschende Stellung, indem er Herstellern von Android-Geräten und Betreibern von Mobilfunknetzen Beschränkungen auferlege, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Sie schickte deshalb ein Schreiben mit den Beschwerdepunkten an Google. Die Mittelung ist die erste Stufe in dem Verfahren, an dessen Ende eine milliardenschwere Strafe stehen kann.

Nicht das erste Verfahren gegen Google

"Unsere bisherigen Ermittlungen lassen darauf schließen, dass Google durch sein Verhalten den Verbrauchern eine größere Auswahl an mobilen Anwendungen und Dienstleistungen vorenthält, Innovationen anderer Unternehmen bremst und damit gegen die EU-Kartellvorschriften verstößt", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Google hat bereits Ärger mit der Brüsseler Behörde wegen der Platzierung von Werbung in seiner Suchmaschine. In dem seit 2010 laufenden Verfahren beschuldigt die EU-Kommission den US-Konzern, eigene Angebote zu bevorzugen.

jen / Reuters
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