HOME

Googles Videodienst: Youtube soll endlich Geld verdienen

Im Jahr 2009 soll das Videoportal Youtube endlich Geld in die Kassen seines Besitzers Google spülen. Verschiedenen Maßnahmen sollen den Dauerstreit um verletzte Urheberrechte beigelegen. Während die Komiker von Monty Python es mit Überredungskunst versuchen, setzen Musik- und Filmindustrie vor allem auf technische Spürhunde.

Die britische Komiker-Truppe Monthy Python fand Youtube gar nicht lustig. Das Comedy-Team musste jahrelang mit anschauen, wie ihre Sketche unerlaubt auf die führende Online- Videoplattform hochgeladen wurden. Und diese Filmausschnitte wurden millionenfach heruntergeladen und angeschaut, ohne dass die Schauspieler nur einen einzigen Cent dafür zu Gesicht bekommen hätten. Doch anstatt den Youtube-Eigner Google oder die Anwender zu verklagen, entschieden sich die Komiker nun, die Vermarktung ihrer Inhalte auf der Plattform in die eigenen Hände zu nehmen und einen werbefinanzierten Youtube-Channel zu eröffnen.

Als Gegenleistung von den Youtube-Usern erwarten die Komiker nun "keine blödsinnigen, hirnlosen Kommentare". "Klickt stattdessen auf die Links, kauft unsere Filme und TV-Shows und mildert unseren Schmerz und unser Abscheu, nachdem wir von Euch jahrelang abgezockt wurden", heißt es in dem Appell von Monthy Python an die Youtube-Anwender.

Solche Partner-Channels sollen sich nicht nur für Monty Python rechnen. Vier Jahre nach der Gründung sieht Youtube nun erstmals einen Ansatz, mit der enormen Reichweite endlich Geld zu verdienen. Laut Nielsen NetRatings betreibt Youtube die sechstgrößte Internet- Präsenz der Welt. Jede Minute wird statistisch gesehen Videomaterial in einer Länge von 13 Stunden neu auf Youtube hochgeladen. "Das wäre so, als würde Hollywood jede Woche 57.000 abendfüllende Filme auf den Markt bringen", sagt Matt Wiseman, Youtube-Produktmanager im europäischen Google-Entwicklungszentrum in Zürich.

Ein beachtlicher Teil der Inhalte gehört aber nicht den Usern, sondern besteht aus Mitschnitten von urheberrechtlich geschütztem Material. Vor diesem Hintergrund hatte Google nach der Übernahme des Start-up-Unternehmens im Oktober 2006 zunächst 250 Millionen Dollar zurückgestellt, um Schadenersatzforderungen aus Urheberrechts- Prozessen von TV-Sendern und anderen Rechteinhabern bedienen zu können. Der US-Medienriese Viacom, zu dem unter anderem der Musiksender MTV gehört, verklagte Youtube und Google gar auf eine Milliarde Dollar Schadenersatz.

Automatische Suche nach urheberrechtlichem Material

Inzwischen bietet Youtube den Rechteinhabern ein System an, mit dem geschützte Inhalte erkannt und nach den Vorgaben der Content- Eigner behandelt werden können. Dazu müssen die Filmstudios oder TV- Sender allerdings ihre Inhalte selbst auf Youtube als sogenannte Referenzdatei hochladen. Das "Youtube VideoID"-System errechnet daraus "digitale Fingerabdrücke", die mit dem hochgeladenen Material der Youtube-Anwender verglichen werden. Da Youtube für das Errechnen des "Fingerabdrucks" nur 15 Minuten benötigt, eignet sich das System auch zum Schutz von Live-Sendungen, damit beispielsweise Fußball- Spiele nicht gegen den Willen der Rechteinhaber noch während der TV- Übertragung online gestellt werden.

Sobald das VideoID-System Doubletten erkennt, werden die Eigentümer benachrichtigt. Sie können dann entscheiden, ob das Video von Youtube entfernt oder "monetarisiert", also durch Werbung vermarktet, werden soll. "Die meisten entscheiden sich für das Geld", sagt Youtube-Manager Wiseman. Youtube setzt dabei drei verschiedene Werbeformen ein: Eine Banner-Werbung in dem Video selbst, Anzeigen auf der Webseite im Umfeld des Videos sowie Links auf Kauf-Inhalte bei Amazon oder iTunes.

Nicht alle sind glücklich

Streit gibt es zum Teil trotzdem. Während es vom Musik-Marktführer Universal Music Ende des Jahres hieß, man sei hochzufrieden über die jährlich fließenden mehrere Dutzend Millionen Dollar aus Online- Werbeeinnahmen, scheiterten Verhandlungen mit dem Konkurrenten Warner Music vorerst an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Die Folge: Videos zum Beispiel von Madonna mussten Youtube verlassen.

Um die massenhaften Verstöße gegen das Urheberrecht in den Griff zu bekommen, geht Youtube inzwischen auch härter mit den eigenen Anwendern um. "Wer drei Mal gegen die Regeln verstoßen hat, fliegt raus", erläutert Wiseman die "3-Strikes-Out"-Politik von Google. Allerdings hätten die User die Möglichkeit, gegen eine unberechtigte Sperrung von Inhalten Widerspruch einzulegen.

Christoph Dernbach/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.