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Fernbeziehung in Corona-Zeiten Hochzeit im Videochat: Dieses Paar hat mit mehr als 8000 Kilometer Abstand geheiratet

Der US-Amerikaner und die Argentinierin sind seit rund 3,5 Jahren ein Paar
Der US-Amerikaner und die Argentinierin sind seit rund 3,5 Jahren ein Paar
© Privat / Augustina Montefiori
Für Unverheiratete in internationalen Fernbeziehungen ist es während der Corona-Pandemie sehr schwer sich zu treffen. Ein US-argentinisches Paar hat dieses Problem nun virtuell gelöst.

In Zeiten der Coronapandemie ist es nicht leicht, eine internationale Fernbeziehung zu führen – schließlich macht es die Bürokratie mancher Länder schier unmöglich, sich als unverheiratetes Paar gegenseitig zu besuchen. Ein US-Amerikaner und eine Argentinierin hatten daher einen außergewöhnlichen Einfall: Sie sind das erste Paar, das über die Videoplattform Zoom geheiratet hat.  

Scott Marmon, 32, aus New York und Augustina Montefiori, 28, aus Buenos Aires sind seit Mai 2017 ein Paar, führen jedoch seit November 2019 eine Fernbeziehung, seitdem Montefiori wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Im Januar 2020 machte der US-Amerikaner seiner Freundin dann einen Heiratsantrag, um mit ihr ein gemeinsames Leben in Argentinien aufbauen – bis das Coronavirus im März 2020 ihre Pläne zunichtemachte. Aktuell erlauben es beide Länder nicht, sich ohne Trauschein zu besuchen, während es in anderen Teilen der Welt längst Ausnahmen für solche Fälle gibt. So zum Beispiel auch in Deutschland.  

Hochzeit über Zoom: Ehegelübde auf rund 8500 Kilometer Entfernung 

Mittlerweile haben Marmon und Montefiori sich über zehn Monate lang nicht live gesehen. Während der angehende Bräutigam mehrfach Anträge gestellt hat nach Argentinien einzureisen, um seine Freundin endlich zu heiraten, wurden diese jedes Mal ironischerweise mit der Begründung abgelehnt, dass die beiden einen Trauschein benötigten, um wieder beieinander sein zu dürfen. Also musste schnell geheiratet werden – zur Not auch über 8500 Kilometer Entfernung. Die Meeting-App "Zoom" und eine Lizenz des US-Staates Utah machte es möglich. 

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No se donde empezar, ni cómo explicar todo lo que estoy sintiendo en este momento. First, baby, my husband , you are everything to me , I’m the luckiest woman alive for having you and being your wife . I love you and I can’t wait to hold you again ! @scott.marm Lo que sucedió fue mágico! Era la forma en la que queríamos casarnos? NO! Va a ser de la única forma q nos casemos ? Tampoco. Pero esto nos acerca un paso más a nuestra meta, a volver a estar juntos! Es todo lo que pedimos, que nos dejen formar esta familia que tanto nos costo armar , que nos dejen vivir juntos y poder disfrutar de nuestro amor ! Cada día lejos de él para mi es una agonía . Voy a extenderme más en otro post sobre todo ese equipo de gente MÁGICA e increíble que hizo todo esto posible, pero quiero resumir con un GRACIAS !!!!!!! Ustedes son los artífices de mi esperanza y felicidad, eso es impagable . @thebriefeventos @mauriciogaray_ @nicobastacinema @marcelapandolnovias @selurayonartist @leysecaeventos

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In einem 19-stündigen Videocall ehelichte das Paar am vergangenen Mittwoch, den 28. Oktober 2020, in der virtuellen Anwesenheit von Verwandten, Freunden und einem US-amerikanischen Richter. Während Marmon den Moment allein in seiner Wohnung zelebrierte, wurde die Braut von ihrer Mutter und einem Visagisten begleitet, der sie zuvor zurechtgemacht hatte. Scott Marmon kann nun für umgerechnet 720 Euro ein Familienvisum in Argentinien beantragen, um bei seiner Ehefrau zu sein. Mit ihrer "Zoom"-Hochzeit sind die beiden das erste bi-nationale Ehepaar, das über zwei Kontinente hinweg während der Coronapandemie geheiratet hat.  

Quellen: Daily MailInstagram   

yak / yak

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