Internetwahnsinn Cola-Mentos-Explosionen als Kunstform


Schmeißt man "Mentos"-Kaubonbons und Diät-Cola zusammen, gibt es heftige Reaktionen. So heftig, dass die Brause-Geysire hundertfach gefilmt und ins Netz gestellt wurden. Doch zwei Männer haben daraus eine eigene Kunst entwickelt.

Was man mit einer Flasche Diät-Cola und Mentos-Bonbon so anrichten kann, ist auf Videos im Internet zu bewundern. Werbung war für die Web-Site Eepybird.com nicht nötig, innerhalb kürzester Zeit kamen Millionen Besucher aus aller Welt.

"Wir sagten unseren Freunden, es werde wohl einige Wochen dauern, bis sich das herum gesprochen hat", sagt Fritz Grobe, der zusammen mit Stephen Voltz in Laborkittel und mit Schutzbrillen in den Videos als Experimentator zu sehen ist. "Aber schon nach wenigen Stunden gab es tausende Abrufe." Beide begannen mit ihren Experimenten, nachdem Voltz erfahren hatte, was passiert, wenn Mentos mit Cola in Kontakt kommen.

Das ganze ist nicht neu. Auf den großen Videoportalen Youtube und Google Video gibt es zu den Suchbegriffen "coke" und "mentos" tausende von Treffern. Aber Grobe und Voltz trieben die Spielereien auf die Spitze und kreierten ganze Fontänen-Landschaften. Von Musik unterlegt, die ein Freund komponierte, bringen sie in ihren Videos 101 Cola-Flaschen zum Kochen. Der Erfolg bescherte ihnen dann sogar Fernsehauftritte zum Beispiel in der "Late Show" von David Letterman auf CBS und in der Sendung "Today" bei NBC. Die Experimente der beiden enden eigentlich immer gleich - sie sind bedeckt mit der Limonade. Ihren Angaben zufolge funktioniert das Experiment eigentlich mit jeder Art von Limonade, sie bevorzugen aber die Diät-Variante, weil sie nicht so klebt.

Weitere Experimente sind schon in Vorbereitung. "Das nächste verrückte Projekt ist noch größer und noch besser", sagte Grobe. Wie Millionen Menschen gefällt der Spaß auch den beiden Firmen, Coca Cola und Mentos. "Wir sind zufrieden, wenn die Menschen damit Freunde damit haben", sagte Coca-Cola-Sprecherin Susan McDermott. Und Mentos zeigt die Experimente auf der eigenen Web-Site. Für die Videos wird ein Quicktime-Player benötigt, der bei Bedarf kostenlos von der Web-Site von Apple heruntergeladen werden kann.

Fontänenkunst mit 101 Cola-Flaschen

David Sharp/AP AP

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