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Islam: Abu Dhabi hat 'ne E-Moschee

Im Emirat Abu Dhabi können gläubige Muslime bald Predigten per Mail bekommen und MP3-Gebetesaufrufe herunterladen. Doch auch Geistliche müssen sich auf die Nutzung moderner Technologie einstellen.

Predigttexte per E-Mail, Gebetsrufe auf MP3-Dateien und Fatwas (religiöse Rechtsgutachten) über eine Hotline: Im Golfemirat Abu Dhabi soll die moderne Kommunikationstechnik Einzug in die Moscheen erhalten. Bald werde auch ein eigenes Rechnernetzwerk alle Gotteshäuser im Emirat miteinander verbinden, berichtete die in Dubai erscheinende Tageszeitung "Gulf News".

Mohammed Mattar al Kaabi, der Chef der Obersten Religionsbehörde, schärfte jüngst 112 frisch ausgebildeten Imamen und Muezzinen auf ihrer Graduierungszeremonie ein, dass sie sich mit der Handhabung von Computern vertraut machen müssten.

Hotline für fundierten theologischen Rat

Künftig würden nämlich die von seiner Behörde vorgegebenen Predigttexte per E-Mail versandt, fügte al Kaabi hinzu. Gebete und Predigten würden auf MP3-Dateien aufgezeichnet und ins Internet gestellt. Und selbst mit Fatwas bräuchten sich die Jung-Prediger nicht mehr abzugeben: Schon jetzt sei in dem Emirat eine eigene Hotline eingerichtet, über die sich Gläubige in persönlichen, familiären und finanziellen Angelegenheiten theologisch fundierten Rat einholen können.

DPA / DPA
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