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Rote Badehose statt nackter Hintern: Kasseler Herkules-Statue macht wegen Facebook auf Baywatch

Weil Facebook den nackten Hintern der Kasseler Herkules-Statue "anstößig" fand, griffen die Tourismus-Beauftragten der Stadt zu einem Kniff. Das Weltkulturerbe musste nun im Alter von 300 Jahren erstmals eine Badehose anziehen.

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Die Herkules-Statue in Kassel trägt nun  - zumindest bei Facebook - eine Badehose im Baywatch-Stil

Seit rund 300 Jahren blickt die imposante Herkules-Statue vom Oktogon auf Kassel hinunter. Dass sie dabei nackt ist, hat nie jemanden gestört. Unbekleidet zu sein, ist für griechische Halbgötter schließlich nicht ungewöhnlich. Nun musste Herkules im hohen Alter jedoch erstmals eine Badehose anziehen - weil Facebook den nackten Hintern des Denkmals beanstandet hatte. Zuerst hatten hessenschau.de und die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" über die Aktion berichtet.

Die "GrimmHeimat NordHessen" wollte eine Bildergalerie mit Fotomotiven in dem sozialen Netzwerk veröffentlichen, wie Tourismus-Leiterin Ute Schulte am Wochenende berichtete. Ein Bild sei aber Mitte Mai von Facebook gesperrt worden. Es zeigte das unbekleidete Wahrzeichen der Stadt Kassel von hinten - ein laut Facebook "anstößiger Inhalt".

Um Streit zu vermeiden: Herkules trägt Hose

In ähnlichen Fällen habe Facebook den Unterschied zwischen Pornografie und einer Statue, die zum Weltkulturerbe gehört, zwar stets eingesehen, "aber wir haben gedacht, bevor wir uns jetzt lang hin und her streiten, ziehen wir ihm einfach eine Badehose an - da haben wir sogar noch mehr Aufmerksamkeit".

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm wurden kurzerhand rote Shorts in das Bild montiert. Seit vergangener Woche ist die Bilderstrecke online.

Lydia Ferguson
rös / dpa
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