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Musik: Originalpartitur von Beethovens Neunter Sinfonie im Internet

Teile der Originalpartitur der Neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens hat die Berliner Staatsbibliothek ins Netz gestellt.

Teile der Originalpartitur der Neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens sind in digitalisierter Form im Internet zu betrachten. Das Werk des deutschen Komponisten war zuvor in das UNESCO-Programm zum Erhalt des dokumentarischen Erbes aufgenommen worden.

Sinfonie ins "Gedächtnis der Menschheit" aufgenommen

Das neue Medium Internet trage dazu bei, auf historische bedeutsame Dokumente aufmerksam und sie allen Menschen weltweit zugänglich zu machen, sagte die Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Verena Metze-Mangold, in Berlin. Die Bildungs- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen hatte die Sinfonie im September in das Programm "World of Memory" ("Gedächtnis der Menschheit") aufgenommen, um deren einzigartige Bedeutung zu würdigen. In einem Festakt soll der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, die die Originalpartitur nahezu vollständig besitzt, die zugehörige Urkunde am Sonntag übergeben werden.

"Werk von großer Symbolik

"Beethoven ist Weltkulturerbe, wenn es ein Weltkulturerbe gibt", sagte der Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, Graham Jefcoate. Mit dem "Werk von großer Symbolik" werde auch das musikalische Genie Beethovens geehrt. Die weltumspannende Wirkung der Sinfonie habe die UNESCO zur Aufnahme in das Weltdokumentenerbe bewogen. Derzeit befinden sich in dem 1992 gegründeten Verzeichnis 69 Dokumente. Als deutsche Beiträge finden sich bislang unter anderem die Gutenberg-Bibel und der literarische Nachlass Johann Wolfgang von Goethes. Mit dem Programm beabsichtigt die UNESCO, kulturell bedeutende und historische wichtige Dokumente zu sichern und mit moderner Informationstechnik zugänglich zu machen. Zunächst wird der Schluss-Satz der Sinfonie Nr.9, d-moll, op. 125 gezeigt. Die Website soll stückweise aufgebaut werden.

Schlüsselwerk der sinfonischen Musik

Beethovens Neunte Sinfonie gilt als ein Schlüsselwerk der sinfonischen Musik. Die zwischen 1822 und 1824 entstandene Sinfonie sei zu einer internationalen Hymne für Frieden und Völkerverständigung geworden, sagte Metze-Mangold. Zum ersten Mal wurde in ein sinfonisches Werk die menschliche Stimme einbezogen, indem Beethoven die "Ode an die Freude" von Friedrich Schiller im Finale vertonte. Ihre Wirkung reicht seither weit über den musikalischen Bereich hinaus und hat Dichter, Schriftsteller und andere Künstler inspiriert.

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