Netzschmutz Die meisten Spam-Mails kommen aus den USA


Die meisten unerwünschten Werbe-Mails kommen aus den USA. Dort befinden sich nach einer Studie der Software-Firma Sophos 56,7 Prozent aller Absender von Spam-Mails.

Die meisten unerwünschten Werbe-Mails kommen aus den USA. Dort befinden sich nach einer Studie der Software-Firma Sophos 56,7 Prozent aller Absender von Spam-Mails. Aber auch von Computern in Europa und nicht zuletzt in Deutschland werden jeden Tag Millionen von Spam-Mails losgeschickt - in der Erwartung, dass ein winziger Bruchteil der Empfänger darauf reagiert und die aufgedrängten Geschäfte tätigt.

Deutschland auf Platz sieben

Die Sophos-Studie auf Grund von mehreren hunderttausend untersuchten Spam-Mails ermittelte "ein schmutziges Dutzend" von Ländern, auf die mehr als 87 Prozent der E-Mail-Plage entfallen. Deutschland liegt mit einem Anteil von 1,8 Prozent auf Platz sieben. Davor kommen noch Brasilien (2,0 Prozent), die Niederlande (2,1 Prozent), Südkorea (5,8 Prozent), China (mit Hongkong, 6,2 Prozent) und Kanada (6,8 Prozent). Vervollständigt wird das "dirty dozen" auf den Plätzen acht bis zwölf von Frankreich, Großbritannien, Australien, Mexiko und Spanien.

Nur die sendenden Computer erfasst

Die Rangliste besagt allerdings nur, von welchen Computern Spam-Mails abgeschickt wurden. So haben Sophos zufolge einige Spammer die Methoden von Hackern übernommen und dringen in fremde Computer ein, die sie dann für den Mail-Versand fernsteuern können. So wird vermutet, dass ein großer Teil von Spam von Absendern aus Russland ins Computernetz gespült wird, obwohl Russland nur auf Platz 28 rangiert.

"Spam ist ein globales Problem, und weltweit haben die Staaten damit begonnen, es ernster zu nehmen", erklärte der Sophos-Experte Gernot Hacker. Aber noch immer gebe es eine Situation, in der etwa die britische Gesetzgebung die E-Mail-Teilnehmer nicht vor Spam aus Nordamerika oder China schützen könne.

DPA

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