HOME

Neuer Computervirus MiniDuke: Cyber-Attacken auf Regierungen in Europa

Hacker haben Dutzende Computersysteme von Regierungen angegriffen. Staatliche Netzwerke in Europa aber auch Forschungsinstitute in den USA gehörten zum Ziel der Spionagesoftware namens MiniDuke.

Ein Screenshot zeigt einen kleinen Ausschnitt des Quellcodes des Computer-Schädlings Flame, der 2012 vom russischen Antivirus-Unternehmen Kaspersky entdeckt und analysiert wurde.

Ein Screenshot zeigt einen kleinen Ausschnitt des Quellcodes des Computer-Schädlings Flame, der 2012 vom russischen Antivirus-Unternehmen Kaspersky entdeckt und analysiert wurde.

Nach dem Spionageprogramm "Roter Oktober" haben die russischen Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab einen neuen gefährlichen Computerschädling entdeckt. In 20 Ländern sei auf Rechnern von Regierungsorganisationen und Firmen die Schadsoftware "MiniDuke" installiert worden, sagte Vitaly Kamluk von Kaspersky der Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch. Es handle sich dabei nicht um massenhafte Cyber-Attacken, sondern um gezielte Spionageangriffe. "Die Angreifer haben sich die Ziele sehr genau ausgesucht."

Das Spionageprogramm, das immer noch aktiv und im Umlauf ist, nutzt eine Sicherheitslücke in dem Programm Adobe Reader aus, das zum Lesen von PDF-Dokumenten verwendet wird. Adobe hatte zwar schon Aktualisierungen veröffentlicht, mit denen die Lücke geschlossen werden kann. Allerdings hatten die Opfer die Updates noch nicht installiert. Das Schadprogramm verbinde auf ungewöhnliche Art Programmiertechniken aus den neunziger Jahren mit aktuellen Technologien, sagte der Sicherheitsexperte. "Das ist eine einzigartige, neue und sehr andere Art von Angriff", sagte Kurt Baumgartner, Sicherheitsexperte bei Kaspersky.

Regierungseinrichtungen betroffen

Zu den Opfern gehörten Kaspersky zufolge Regierungseinrichtungen in Belgien, Irland, Portugal, der Ukraine, Rumänien sowie in der Tschechischen Republik. Außerdem sei eine Krankenversicherung in den USA und eine bekannte Forschungseinrichtung in Ungarn betroffen gewesen. Auch bei der "Operation Roter Oktober" wurden Computer von Regierungsorganisationen ausgespäht.

Kamluk sagte, Anwender sollten insbesondere häufig genutzte Programme wie den Adobe Reader, Flash oder die Office-Programme von Microsoft umgehend aktualisieren, sobald es von den Herstellern Updates gebe. Häufig ließen die Nutzer zu viel Zeit verstreichen, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Außerdem sei der Einsatz eines wirkungsvollen Virenschutzprogramms unverzichtbar. Solche Programme hat auch Kaspersky im Angebot.

In den vergangenen Wochen wurde vermehrt von Hackerangriffen auf Unternehmen berichtet. Zu den prominenten Opfern zählten die "New York Times", Twitter und Apple. Auch die Industriekonzerne ThyssenKrupp und EADS wurden massiv attackiert. Dabei wurde meist China hinter den Angriffen vermutet. Die Regierung in Peking weist die Vorwürfe zurück.

kmi/DPA/Reuters/DPA/Reuters

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.