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Playstation-Network-Hack: Kriminelle bieten Kreditkartendaten zum Verkauf

Kriminelle versuchen offenbar in einschlägigen Internetforen, gestohlene Kreditkartendaten zu verkaufen, die aus dem Sony-Hack stammen sollen. Angeblich sei die Datenbank auch Sony selbst angeboten worden.

Prahlerei oder echt? Nach dem Hackerangriff auf Sony kursieren in Untergrund-Foren im Internet Behauptungen, dass die Angreifer auch Kreditkartennummern stehlen konnten. Das berichtete die "New York Times" und berief sich auf mehrere Sicherheitsexperten, ohne dies selbst verifizieren zu können. Sony hatte nach dem Angriff erklärt, dass es keine Hinweise auf einen Diebstahl der Kreditkartendaten gebe, aber die Nutzer "vorsorglich" gewarnt.

Die Kommentare in den Untergrund-Foren deuteten darauf hin, dass die Angreifer eine umfangreiche Datenbank in ihren Händen hätten, hieß es in einem Blog der "New York Times". Sie enthalte nicht nur Kundennamen, Adressen, Nutzernamen und Passwörter, sondern auch bis zu 2,2 Millionen Kreditkartennummern.

Laut Sony sind die Kreditkartendaten in einer verschlüsselten Datenbank gespeichert. Wenn diese Aussage stimmt und die Cracker - Hacker mit kriminellen Absichten - außerdem tatsächlich Zugang zu den Informationen erlangt haben, muss es ihnen irgendwie gelungen sein, die Verschlüsselung zu knacken.

Kevin Stevens. Experte Sicherheitssoftware-Herstellers Trend Micro, sagte der Zeitung, dass die Sony-Cracker die Kreditkartendaten für 100.000 Dollar aufwärts verkaufen wollten. Die Hacker hätten die Daten auch Sony angeboten. Das Unternehmen dementierte laut "New York Times" aber, von den Angreifern kontaktiert worden zu sein.

Bisher keine Hinweise auf Missbrauch in Deutschland

Nach dem Diebstahl sensibler Daten gibt es in Deutschland bislang keine Hinweise auf den Missbrauch von Kreditkarten-Informationen. "Es gab bisher keine Schadensmeldungen", sagte ein Sprecher des Zentralen Kreditausschusses. Auch Sprecher des Kreditkarten-Unternehmen Visa und Mastercard gaben an, dass bislang keine Probleme bekannt seien.

stern.de hat einige Tipps zusammengestellt, was Sony-Kunden jetzt tun müssen.

san/DPA/AFP / DPA