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Phänomen Pokémon Go Teenager will Pokémon fangen - und entdeckt Wasserleiche


Eigentlich wollte sie nur das Smartphone-Spiel Pokémon Go zocken. Doch statt knuffiger Fantasie-Tiere fand diese junge Frau etwas Schreckliches.

Samstags morgens liegen Teenager meist noch tief schlafend im Bett. Doch Shayla Wiggins hatte Wichtigeres vor: Sie wollte mit Pokémon Go auf Monsterjagd gehen. Wie viele andere Menschen auf der Welt ist die 19-Jährige begeisterter Fan des gerade erschienen Smartphone-Spielehits. Doch mit derselben naiven Freude wird sie es wohl nie wieder spielen können.

In Pokémon Go sammelt man per Smartphone die bekannten Monster-Figuren wie Pikachu und Co. Das Besondere an dem bisher nur in den USA, Australien und Neuseeland erschienenen Spiel: Statt nur eine Figur zu steuern, läuft man in Pokémon Go in der echten Welt umher, das Smartphone zeigt dann, wann man eines der knuddeligen Monster fangen kann. Shayla wollte ein Wasser-Pokémon - und die halten sich in der Nähe von Flüssen auf. Also kletterte sie in der Nähe ihres Campingwagens an ihrem Urlaubsort in Wyoming über einen Zaun und lief in die Nähe des nahegelegenen Wind Rivers. Und machte dort eine schaurige Entdeckung.

Leiche statt Pokémon

"Ich lief am Wasserrand in Richtung einer Brücke, als ich etwas im Wasser liegen sah", berichtet sie der lokalen Webcommunity "County 10". "Erst auf den zweiten Blick erkannte ich, dass es eine Leiche war." Der tote Mann trieb etwa einen Meter vom Wasserrand entfernt. "Es war ziemlich erschreckend", erzählte Wiggins. "Ich wusste zuerst nicht, was ich tun soll. Dann rief ich den Notruf und sie kamen ziemlich schnell."

Die Polizei sagte Wiggins, dass die Leiche vermutlich weniger als 24 Stunden dort im Wasser gelegen hätte. Sie hatte nur noch mit dem Po und einem Teil des Rückens aus dem Wasser geragt. Wiggins hat die ganze Geschichte indes mächtig mitgenommen. "Ich hatte wirklich Angst und weinte eine Weile", berichtet sie. So unbeschwert wie zuvor wird sie Pokémon Go wohl nicht mehr spielen.

Um wen es sich bei dem Toten handelt, ist noch nicht abschließend geklärt. Ein Mordopfer ist er dem Anschein nach nicht. Es handle sich vermutlich um einen Unfall und es gäbe aktuell keine Anzeichen für ein Fremdverschulden, teilte das lokale Sheriff-Büro nach Angabe von "County 10" mit.

mma

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