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Schummel-Stopp: Facebook will echte Promi-Profile kennzeichnen

Bisher sich kann bei Facebook jeder als Promi ausgeben. Bald wird das schwieriger: Das Online-Netzwerk will offiziell bestätigte Profile bekannter Leute und Marken künftig kennzeichnen.

Facebooknutzer sollen künftig sicher sein können, dass ein Profil mit dem Namen eines Prominenten auch tatsächlich dieser Berühmtheit gehört. Das weltgrößte Onlinenetzwerk führt ein weißes Häkchen auf blauem Kreis neben dem Namen als Erkennungszeichen für "bestätigte Seiten" ein. Das Häkchen werde eine "kleine Gruppe" von Berühmtheiten, Journalisten, Staatsbeamten sowie populären Marken bekommen, kündigte Facebook an. Als Beispiel wurde das Profil von US-Schauspielerin Selena Gomez gezeigt.

Der Kurzmitteilungs-Dienst Twitter pflegt schon lange ein solches System bestätigter Konten für Prominente, die ebenfalls mit einem Häkchen markiert werden. Facebook hatte sich lange dagegen gesträubt, auch wenn Experten davon ausgingen, dass Profile mit den Namen bekannter Personen mit vielen "Freunden" von Facebook im Hintergrund auf Echtheit geprüft wurden. Dennoch passierte es gelegentlich, dass man die echten Facebookseiten der Prominenten nur schwer von Fälschungen unterscheiden konnte.

Facebook werde selbst auf die Prominenten zugehen, hieß es. Sie könnten sich aber auch von sich aus melden, wenn sie gefälschte Profile entdecken. An den folgenden Stellen soll das blaue Häkchen künftig zu sehen sein:

  • Neben dem Namen von "Bestätigten Seiten" auf ihrer Chronik
  • Wenn man mit der Maus über den Namen einer Seite fährt
  • In der Suche
  • Wenn in den Neuigkeiten eine Meldung erscheint, dass einem Freund diese Seite gefällt
  • In den Vorschlägen "Ähnliche Seiten, die dir vielleicht gefallen“
  • In den Werbeanzeigen der Seite in den Neuigkeiten

Bei Twitter versagte das System bislang nur gelegentlich, als beispielsweise wegen eines falsch aufgeschriebenen Benutzernamens für kurze Zeit ein Satire-Profil versehentlich für den echten Account der Ehefrau von Medienmogul Rupert Murdoch erklärt worden war.

mad/DPA / DPA
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