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Special Effects in Vine-Videos: Der App-Zauberer

Die kurzen Videos, die Zach King mit der App Vine erstellt, faszinieren seine Fans auf Twitter. Mit einfachen Mitteln erzeugt der Künstler Illusionen wie aus einem Hollywood-Film.

Von Dominik Brück

Diese Videos sind magisch: In kurzen Clips verzaubert der amerikanische Künstler Zach King sein Publikum. Löffel und Zahnbürsten schweben wie von Geisterhand durch die Luft, ein Wecker zerspringt auf dem Boden in unzählige Geldstücke, und Popcorn-Körner werden angeblich durch die Strahlung eines Handys zum Zerplatzen gebracht - und das ist nur ein kleiner Eindruck der Tricks, die der Internet-Copperfield seinen knapp 12.000 Fans regelmäßig auf Twitter präsentiert.

Das Besondere an den Videos: Alle wurden mit der Smartphone-App Vine erstellt. Die Clips von maximal sechs Sekunden Länge lassen sich in dem Programm kaum bearbeiten. Man kann lediglich durch Berühren des Bildschirms die Aufnahme starten und stoppen. Auf diese Weise lassen sich kurze Einstellungen direkt hintereinander aufnehmen. Im Anschluss kann nur die Reihenfolge der einzelnen Sequenzen verändert werden.

Gedacht ist die App für das Erstellen und Teilen von kurzen Videos auf Twitter. Umso erstaunlicher sind die Ergebnisse, die Zach King präsentiert. Die witzigen Clips mit den magischen Momenten entstehen ohne Nachbearbeitung. Alle Effekte kommen durch das geschickte Aufnehmen der einzelnen Filmabschnitte zustande.

Internetstar mit Traumziel Hollywood

Der Filmstudent nennt sich selbst auch "Final Cut King" - eine Referenz an das Filmbearbeitungsprogramm Final Cut. Auf seiner Webseite bietet er seit 2008 neben zahlreichen selbst produzierten Videos voller Special Effects auch Tutorials für die Bearbeitung von Videos an. Die Eigenproduktionen sind im Netz populär: Mehrere Millionen Aufrufe erhalten die Clips von King auf Youtube. Rund 350.000 Fans haben seinen Kanal abonniert.

Auf seiner Webseite gibt der Künstler an, dass es sein Traum sei, im Anschluss an das Studium nach Hollywood zu gehen und dort Filme zu machen. Das Talent für die große Leinwand hat er auf jeden Fall - hoffentlich sind die Filme dann länger als sechs Sekunden.

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