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Ambulanz für todkranke Menschen: Erste Hilfe für den letzten großen Wunsch

"Einmal noch …" etwas tun, was man gerne gemacht hat, aber nicht mehr machen kann. Dieser Wunsch bleibt für todgeweihte Menschen oft unerfüllt. Die "Ambulanz der letzen Wünsche" hilft.

Die Mitarbeiter des Rijksmuseum in Amsterdam zeigen einem Patienten eines der alten Meisterwerke.

Die Mitarbeiter des Rijksmuseum in Amsterdam zeigen einem Patienten eines der alten Meisterwerke.

Den Lieblings-Verein im Stadion anfeuern, einen Ausflug ans Meer machen oder ein Besuch im Museum. Für die meisten von uns sind diese Dinge alltäglich. Für todkranke Menschen, die nicht mehr alleine gehen können und ständig auf fremde Hilfe angewiesen sind, sind diese Dinge nahezu unerreichbar und in den meisten Fällen auch der letzte große Wunsch vor dem Tod.

In den Niederlanden gibt es eine Ambulanz, die diesen todgeweihten Menschen ihre letzten großen Wünsche erfüllt. Stichting Ambulance Wens Nederland heißt die gemeinnützige Stiftung - eine Ambulanz für die Erfüllung der letzten Wünsche. Zuletzt waren die Mitarbeiter mit einer Gruppe von Patienten im Rijksmuseum Amsterdam

Dokumentiert werden die Fahrten auch in den Sozialen Netzerken, bei Twitter und Facebook.

Finanziert wird die Ambulanz ausschließlich durch Spenden. Rund 200 Helfer kümmern sich darum, dass möglichst viele letzte Wünsche wahr werden. Sie alle sind medizinisch geschult und arbeiten ehrenamtlich neben ihren herkömmlichen Jobs.

Fast 6000 Menschen hat die Stiftung schon ihren letzten Wunsch erfüllt. Anmeldungen erfolgen über ein Formular auf der Webseite. Dabei ist es egal, ob der letzte Wunsch groß oder vermeintlich klein ist. "Jeder Wunsch ist schön", sagt Stiftungsgründer Kees Veldboer. Er war selbst jahrelang Rettungsfahrer in Rotterdam, bis er 2006 auf die Idee für seine Stiftung gekommen ist. Nur ein Jahr später setzte er die anfänglich Idee in die Tat um, kaufte ausgediente Rettungswagen, gründete eine Stiftung und fing an, Menschen ihre letzten Wünsche zu erfüllen. "Egal, ob es ans Meer oder in den Tiergarten, zu einem Konzert, einer Hochzeit oder ins Museum geht. Es ist alles sehr besonders", sagt Veldboer. Wichtig sei nur, dass die Menschen mit einem Lächeln aus dem Leben gehen.

as
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