VG-Wort Pixel

Twitter "Oh Mann, Anqelique!": Christian Drosten kontert Internet-Troll

Sehen Sie im Video: Was passiert, wenn die Intensivbetten knapp werden? So erklärt Drosten, was Triage bedeutet.
Mehr
Drei Worte. Mehr hat Virologe Christian Drosten nicht gebraucht, um einem Internet-Troll auf Twitter den Wind aus den Segeln zu nehmen. "Angelique" hatte eine lebenslange Haftstrafe für Drosten gefordert.

Vor Corona gibt es kein Entkommen. Das Virus bestimmt unseren Alltag in nahezu jedem Lebensbereich. Dementsprechend emotional sind die Debatten über Schutzmaßnahmen. Während ein Teil der Gesellschaft härtere Regeln fordert, hält der andere bereits die aktuellen für übertrieben.

Aus Frustration wird dabei manchmal Wut, die sich an den handelnden Personen entlädt. Nach dem Motto: Schuld sind die da oben – also die Politiker. Es braucht einen Schuldigen, das charakteristische Merkmal einer jeden Krise. Doch anders als sonst, geraten dieses Mal auch Wissenschaftler in den Fokus. Vor allem Virologe Christian Drosten polarisiert die Reihen der Kritiker und Querdenker.

Allerdings scheint die Kritik an ihm abzuprallen. Exemplarisch dafür steht sein neuester Tweet. "Oh Mann, Angelique!", schrieb der Virologe darin. Nur drei Worte. Es ist eine Antwort auf einen Kommentar auf einer Seite voller Verschwörungstheorien, auf der es unter anderem auch um Drostens Doktorarbeit ging.

Christian Drosten erhielt bereits Morddrohungen

Die Kommentatorin, die sich "Angelique Simon" nennt, schreibt, dass Drosten wegen seiner Lügen Menschen in Hysterie getrieben und Existenzen zerstört habe. Dafür müsse er lebenslänglich ins Gefängnis. Angesichts dessen liest sich Drostens Reaktion so, dass man ihn förmlich vor sich sieht, wie er mitleidig seinen Kopf schüttelt: "Oh Mann, Angelique!"

Kommentare wie diese sind für Drosten keine Seltenheit. Im Mai erhielt er eine Morddrohung. Ein anonymer Absender hatte ihm ein Paket mit einer Flüssigkeit geschickt. Dabei lag ein Zettel mit der Aufschrift: "Trink das – dann wirst du immun." Auch SPD-Politiker Karl Lauterbach bekam so ein Paket. Solche Drohungen häufen sich, sagte der Chef des Bundeskriminalamts Holger Münch der "Tagesschau". Ganz offensichtlich scheinen die Hürden, Menschen zu bedrohen und zu beschimpfen, für viele niedriger geworden zu sein.

Quellen: Twitter / "Ärzteblatt" / "Tagesschau"

rpw

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker