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Microsoft Build Alexa und mehr Smartphone: So will Microsoft Windows 10 auffrischen


Auf Microsofts Entwickler-Messe Build steht Windows längst nicht mehr an erster Stelle. Trotzdem dürfen sich die Nutzer bald auf jede Menge neuer Features freuen. Wir zeigen die wichtigsten.

Lange Zeit war Windows für Microsoft das mit Abstand wichtigste Produkt. In den letzten Jahren hat sich das geändert, Microsoft lässt seine einstige Cash Cow immer mehr in den Hintergrund treten. Hier erfahren Sie mehr dazu. Trotzdem wurden auf der Entwickler-Messe Build neue Features für das System vorgestellt.

Alexa kommt auf Windows-PCs

Die wohl überraschendste Ankündigung: Amazons Assistentin Alexa soll sich nun auch auf dem PC nutzen lassen. Als Gegenleistung darf Windows Cortana im Amazon Echo einnisten. Der Vorteil für die Nutzer ist klar: Sie können sich für ihre Lieblingsassistentin entscheiden und ihre Termine, Listen und Daten über Geräte hinweg nutzen lassen.

Mehr Windows auf dem Smartphone

Nachdem Windows Phone letztes Jahr gestorben ist - und selbst Windows-Chef Joe Belfiore auf Android setzt -, konzentriert sich Microsoft auf die tiefere Integration in die Systeme der Konkurrenten. Mit der App "Your Phone" holen sich iPhone- und Android-Nutzer die Daten des Geräts direkt auf den Rechner, können Notifications, SMS und ähnliches direkt auf dem Desktop anzeigen lassen, Bilder können direkt per Drag-and-Drop herübergezogen werden. 

Auch das mit dem gerade verteilten April-Update eingeführte Feature "Timeline" kommt nun auf Smartphones. Nutzer können sich dort sämtliche Dateien, Dokumente, Termine und ähnliches ansehen, die zuletzt auf dem Rechner bearbeitet wurden und direkt weitermachen. Sogar auf dem PC kopierter Text kann so direkt eingefügt werden, das klappt aber nur auf Android-Smartphones. Aktuell funktioniert das Feature über verschiedene Windows-Rechner hinweg, im Laufe des Jahres kommen dann auch die Smartphones hinzu.

Sets: Schluss mit dem Fenster-Chaos

Im Browser kennt jeder Tabs, auch in Bildbearbeitungsprogrammen gibt es sie seit Jahren. Nun sollen sie unter dem Namen "Sets" auch in allen anderen Programmen Standard werden. Mit Office 365 geht Microsoft voran, mehrere geöffnete Dokumente in Outlook, Excel, Word und Co, werden dann wie im Browser in Tabs dargestellt - und auch in ihnen geöffnete Links und Dokumente bleiben alle in diesen Tabs. Statt sich ständig öffnender neuer Fenster und Programme bleibt alles zu einem Projekt am selben Ort und wird in dieser Kombination sogar zusammen mit dem Dokument in der Timeline für später gespeichert.

Schlauere Korrektur

Ohne die Korrektur-Funktion können viele Menschen kaum noch schreiben. Ein Problem: Vor allem Grammatikfehler werden oft nicht gefunden. Mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz soll sich das nun ändern: Selbst komplizierte Fehler wie vergessene Artikel sollen so laut Microsoft schnell gefunden werden.

Bezahlen direkt in Outlook

Wer regelmäßig Rechnungen per Mail bekommt, dürfte sich über diese Möglichkeit freuen: Dank dem neuen Addaptive Cards Feature können die Händler nun direkt einen Bezahlungs-Button in ihre Mails einfügen. Beglichen wird die Zahlung dann über Microsoft Pay, ohne Outlook zu verlassen. Bis deutsche Nutzer davon profitieren, kann es aber noch dauern: Microsoft Pay ist hierzulande bislang nicht verfügbar.

Mehr Kontrolle über Daten

Mit Microsoft Graph sammelt der Konzern nun alle Daten über den Nutzer aus Windows, Office und anderen Microsoft-Diensten unter einem Dach, seien es Termine, genutzte Dateien oder persönliche Daten. So sollen sie für eine bessere und persönlichere Nutzungserfahrung genutzt werden können. Der Konzern betont, Sorgen über diese gigantische Anhäufung von Daten ernst zu nehmen. Die Nutzer haben demnach jederzeit die volle Kontrolle über ihre Daten.

mma

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