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Indonesien Youtuber erhält drei Millionen Klicks fürs In-die-Luft-Starren – zwei Stunden lang

Ein junger Mann starrt in die Luft
Unter dem Account sobat miskin official betreibt ein 21-jähriger Indonesier einen Youtube-Kanal, dessen Abonnenten-Zahl nach einem sehr bewegungsarmen Video unter dem Titel "Zwei Stunden nichts tun" die 40.000er-Marke durchbrochen hat
© Screenshot sobat miskin official / Youtube
Dass Jugendliche sehr lange regungslos auf ihrem Bett liegen können, erstaunt Teenager-Eltern immer wieder. Ein 21-Jähriger hat das Nichtstun nun aber auf ein neues Level gehoben und sich dabei gefilmt, zwei Stunden lang.

Bevor aus Raupen Schmetterlinge werden, müssen sie das Stadium der Verpuppung durchlaufen, in dem sie reglos von einem Zweig herabhängen und Zeit verstreichen lassen. Der menschliche Wandel vom Kind zum Erwachsenen findet etwa in einem Alter zwischen zwölf und 24 Jahren statt – manche schaffen es etwas schneller, manche brauchen noch mehr Zeit. Damit sich Gehirn und Körper in aller Ruhe entwickeln können, scheint auch beim Menschen der Verpuppungszustand von Nöten zu sein: immer schön stillhalten. Nur nicht bewegen. Das Bett wird zum Zentrum des jugendlichen Lebens.

Muhammad Didit ist ein 21 Jahre alter Indonesier aus Madura mit eigenem Youtube- sowie Instagram-Kanal, auf beiden Accounts war bis Juli nicht viel los. Dann hatte er eine ganz brillante Idee, die er unter seinem zweistündigen Video erklärt: 

"Zwei Stunden nichts machen", das ist dieses Mal der Titel des Videos. Ok, vielleicht sollte ich euch ein wenig über die Gründe erzählen, warum dieses Video gemacht werden kann. Alles begann mit viel Druck von einigen Elementen der indonesischen Gesellschaft in letzter Zeit, die mich gebeten haben, Bildungsinhalte für junge Leute zu erstellen. Endlich habe ich es mit etwas schwerem Herzen und viel Druck geschafft und BOOM entstand dieses Video.     

Der letzte Teil des Textes wirkt noch etwas sinnfreier, daher bemühen wir uns nicht um dessen Übersetzung. Möglicherweise zeigt uns Muhammad Didit auf diese Weise einfach nur seinen Humor. Hier kommen also zwei Stunden nichts.

Intensive Vorbereitung war notwendig, aber ein Risiko blieb

Bevor er zu filmen begann, ging Muhammad ins Bad, nahm eine ausgiebige Mahlzeit zu sich und übte, bewegungslos dazusitzen. Seine größte Angst war jedoch nicht, dass er zur Toilette gehen müsste. "Bei zwei Stunden mache ich mir darum keine Sorgen", erklärte er "TribunNews.com". "Ich bin besorgt, wenn meine Eltern anrufen und ich nicht rangehe."

Von dem Erfolg seines 3,3 Millionen Mal angeschauten Videos ist Muhammad überwältigt. "Ich hatte es eigentlich nur für meine Abonnenten gemacht", sagt er. Deren Zahl hat sich nun auf mehr als 40.000 erhöht.

Quellen:"TribunNews.com", "Unilad"

bal

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