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Klage wegen Doppelgänger: Pelé will 30 Millionen Dollar von Samsung

Samsung hat juristischen Ärger mit Pelé. Der legendäre Ex-Fußballer will in einer Werbeanzeige der Koreaner einen Doppelgänger von sich erkennen - und eine Geste, die eng mit ihm verbunden sei. Er fordert 30 Millionen US-Dollar. 

Fußball-Legende Pele

Fußball-Legende Pele geht gerichtlich gegen den Elektronikkonzern Samsung vor

Die Fußball-Legende Pelé verklagt den Elektronikkonzern Samsung auf 30 Millionen US-Dollar Schadenersatz. Der 75-jährige Brasilianer, der eigentlich Edson Arantes do Nascimento heißt, wirft dem Konzern vor, gezielt einen Doppelgänger von ihm für eine Werbekampagne eingesetzt zu haben, wie mehrere Medien berichten. Demnach geht es um eine Zeitungsanzeige, die im Oktober vergangenen Jahres in der "New York Times" abgedruckt worden war. Darauf ist das Gesicht eines schwarzen Mannes im Anschnitt abgebildet, daneben ein weißer Fußballer auf einem Fernsehbildschirm, der einen Seitfallzieher ausführt.

Pelé sieht laut Anklageschrift, die diesen Monat in Chicago eingegangen ist und der "Financial Times" vorliegen soll, darin eine bewusste Täuschung durch den koreanischen Konzern. Demnach hatte Samsung mit dem Ex-Kicker 2013 über einen Werbedeal verhandelt, der dann nie zu Stande kam. Dann habe man, zumindest nach Pelé und seinem Anwalt, einfach einen Mann genommen, der "ihm sehr ähnlich ist", um eben den Eindruck zu erwecken, es handele sich um die Fußball-Legende. Nicht nur die im Vordergrund abgebildete Person wird moniert. Auch die Pose des Fußballers sei eine klare Anspielung auf Pelé. Der Seitfallzieher wurde laut Anklageschrift von ihm "perfektioniert". Sein Name aber taucht in der Anzeige nicht auf.


Tatsächlich drängt sich der Verdacht auf, dass hier zumindest die Assoziation des Ausnahme-Fußballers erweckt werden sollte. Ob Samsung dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann, muss nun das Gericht klären. 

Pelé vertraut auf Anwalt von Michael Jordan

Zumindest Pelés Anwalt Frederick Sperling hat in einem ähnlichen Fall schon einmal einen Erfolg erzielt. Auch wenn die Sache bei Basketball-Legende Michael Jordan deutlich klarer war. Damals hatte eine Supermarkt-Kette in einer Werbung für Rindersteaks ungefragt dessen Namen benutzt. Ihm wurde 8,9 Millionen US-Dollar zugesprochen.

Pelé erzielt laut Anklageschrift seine Einkünfte hauptsächlich aus Werbedeals. Er hat bereits unter anderem für Volkswagen, Procter & Gamble, die Fluglinie Emirates und die Restaurantkette Subway geworben. Allein im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in seinem Heimatland Brasilien 2014 soll er rund 25 Millionen US-Dollar verdient haben.

fin