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Hyperschallrakete "Kinzhal" Hier fliegt Putins neue Superwaffe durch die Luft

Die russische Luftwaffe hat die neue Hyperschallrakete "Kinschal" getestet und ein hochauflösendes Video von dem Test  veröffentlicht. Auf seiner Rede zur Lage der Nation am 1. März hatte der russische Präsident Putin eine Reihe moderner Waffen vorgestellt – darunter auch die "Kinschal". Zu diesem Zeitpunkt existierten nur unscharfe Bilder von dem System.
 
Erstmals wurde eine ballistische Rakete von einem Kampfflugzeug ausgestartet. Die Kinschal  ist eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite von 2000 Kilometern. Hinzu käme die Reichweite des Trägerflugzeugs. Auf dem Video ist es ein schwerer Jäger vom Typ MiG-31.
 
Hyperschall-Waffen, also Systeme mit Geschwindigkeiten von mehr als der vier bis fünffachen Schallgeschwindigkeit, gelten als Schlüsseltechnologie für das heutige Wettrüsten. Neben der bereits bekannten und getesteten "Zirkon"-Rakete, die von Schiffen gestartet wird, gesellt sich nun die "Kinschall"-Rakete vor.
Die "Kinschal"-Rakete profitiert davon, dass sie nicht aus dem Stand und vom Boden aus gestartet wird, sondern von einem schnell fliegenden Jäger aus. Anders als zunächst angenommen nutzt die Waffe kein Staustrahltriebwerk, es ist die erste ballistische Rakete, die von einem Jet aus gestartet wird. Die hohe Geschwindigkeit - die Rede ist von zehnfacher Schallgeschwindigkeit, also 12.000 km/h - und die Fähigkeit zu Ausweichmanövern machen es unmöglich, die "Kinschall" mit Abwehrraketen abzuschießen. Besonders gefährlich wird die Rakete durch ihre hohe Reichweite: Sie soll 2000 Kilometer betragen. Eine MiG-31 könnte diese Rakete weit außerhalb der gegnerischen Luftabwehr starten. Das System kann konventionell und atomar bewaffnet werden. Einsetzbar wäre es gegen Ziele tief im Gebiet des Gegners und natürlich wäre die "Kinschal" auch ein klassischer Flugzeugträger-Killer. 
Einerseits ist die Rakete eine Sensation – technisch aber vermutlich eine Weiterentwicklung der bekannten Iskander-Rakete. Der Vorteil für Russland: Bodengestützte Raketen mit einer Reichweite von 200 Kilometern sind von Verträgen verboten – für Luft- und Seegestützte Waffen gilt diese Begrenzung nicht.
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Die russischen Luftstreitkräfte haben die neue Hyperschallrakete "Kinschal" gestetet. Laut Ministerium verlief die Übung nach Plan, und die Rakete traf ihr vorgegebenes Ziel.

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