VG-Wort Pixel

Neues System Android O Google will Androids Akku-Problem lösen - mit einem Trick des iPhones

Google Pixel - Android
Googles eigene Smartphones mit dem Namen Pixel werden Android O sicher erhalten
© stern
Mit dem neuen Android O will Google sich endlich die Akku-Probleme seines Smartphones-Systems in den Griff bekommen und schielt dabei zu Apple. Aber auch sonst hat Android O ein paar neue Tricks auf Lager.

Eigentlich zeigte Google seine neue Android-Version immer erst bei der eigenen Entwicklermesse I/O im Mai. Letztes Jahr gab es dann erstmals eine frühere Preview-Version. Das hat nun scheinbar System: Google hat gestern die Vorab-Version von Android "O" präsentiert. Und die soll eine der größten Nutzerbeschwerden in den Griff bekommen.

Schon seit Jahren ärgern sich Android-Fans etwa über die unzuverlässigen Akku-Laufzeiten. Das soll sich nun ändern. Android wird dazu zum Beispiel einschränken, was im Hintergrund laufende Apps noch treiben können, erklärte Google-Manager Dave Burke in einem Blogeintrag. Sie sollen etwa deutlich seltener den Standort abrufen können. Mit der eingeschränkten Aktivität im Hintergrund nähert sich Googles System an Apples iOS an, das schon seit Jahren Apps, die aktuell nicht genutzt werden, einfriert. Das iPhone erreicht so oft trotz nominell kleinerer Akkus längere Laufzeiten.

Neue Notifications und Bild-in-Bild

Android O hat aber auch noch weitere Neuerungen im Gepäck: So sollen Nutzer stärker anpassen können, wie ihnen Benachrichtigungen angezeigt werden. Auch die Sound-Ausgabe an drahtlose Bluetooth-Kopfhörer will Google verbessern. Videos wird man in einem Bild-in-Bild-Modus weiterlaufen lassen können, während man eine andere App nutzt. Googles System soll zudem endlich das breitere Farbspektrum anzeigen, das moderne Displays darstellen können. Zudem hat Google die Benutzung von physische Tastaturen verbessert, was vor allem Tablets und Googles Chromebooks zugute kommen dürfte. Viel mehr Details dürfte es bei der jährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O Mitte Mai geben.

Google geht bei den Namen der Android-Versionen traditionell in alphabetischer Reihenfolge verschiedene Süßigkeiten durch. Aus "O" könnte also zum Beispiel "Oreo" werden - für K stand seinerzeit "Kit Kat". Neue Versionen erreichen die Nutzer meist nur langsam: Die jüngste Version "Nougat" vom vergangenen Herbst etwa lief zuletzt auf weniger als drei Prozent der Geräte im Markt, zumeist auf den neuesten. 

Das liegt vor allem daran, dass Android-Telefone von vielen verschiedenen Herstellern gebaut werden und diese sich oft Zeit lassen, die neue Android-Version auf das jeweilige Gerät anzupassen. Für etliche Modell erscheint sogar niemals ein Update. Das sorgt für echte Sicherheitsprobleme, weil selbst seit Jahren bekannte Lücken auf vielen Geräten nie geschlossen werden. Bei Apple laufen dagegen rund 80 Prozent der iPhones mit der neuesten iOS-Generation, neue Versionen stehen für alle unterstützten Geräte sofort zur Verfügung.

Stern Logo
mma DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker