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iPhone 8 Plus: Aufgeplatztes iPhone - hat Apple ein Batterieproblem?

Kaum ist das iPhone 8 auf dem Markt, hat Apple das erste Mal Ärger: Wegen eines defekten Akkus soll dem Gerät die Scheibe aufplatzen. Jetzt prüft der Konzern, ob es sich um ein größeres Problem handelt.

Das neue iPhone 8 steht für Apple bislang unter keinem guten Stern. Wegen des im November kommenden iPhone X scheint die Nachfrage nach den beiden 8er-Modellen deutlich niedriger zu sein - und das, obwohl es sich in unserem Test als tolles Smartphone erwies. Jetzt könnte auch noch Ärger wegen der Batterie drohen.

Display mit Pop-Effekt

Mindestens zwei Nutzern soll das neue iPhone regelrecht geplatzt sein. Chinesischen Medien zufolge soll das iPhone 8 Plus einer Frau aus Taiwan beim Laden plötzlich aufgesprungen sein. Der Touchscreen habe sich aus dem Gehäuse gelöst und etwa einen halben Zentimeter aufgebogen. Fotos, die auf dem chinesischen Netzwerk Weibo veröffentlicht wurden, sollen das betroffene Gerät zeigen.

Auch ein japanischer Nutzer lud bei Twitter Bilder eines aufgeplatzten iPhone 8 Plus hoch - seines sei allerdings bereits in diesem Zustand bei ihm eingetroffen, berichtet er. Die Fotos zeigen einen gigantischen Spalt zwischen Gehäuse und Display, der Bildschirm dürfte fast einen ganzen Zentimeter nach oben gedrückt worden sein.

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Beide Smartphones stellen viele Details dar. Schon nach weniger Bildern merkt man allerdings wieder: Samsungs Smartphone-Kameras haben einen Hang zu knalligen Farben. Auch diesmal fällt das Note (links) mit einem sichtbaren Gelbstich auf, der die Bilder etwas poppiger erscheinen lässt.

Warum platzt das iPhone 8?

Apple hat gegenüber "Mashable" bestätigt, dass man beide Fälle untersucht, wollte sich aber noch nicht konkret dazu äußern. Es liegt allerdings der Verdacht nahe, dass in beiden Fällen ein sich aufblähender Akku für das Aufplatzen verantwortlich ist. Das sich lösende Display könnte sogar das Schlimmste verhindert haben: Das Gehäuse verschafft so der sich ausbreitenden Batterie Platz, verringert damit den Druck auf sie - und verringert letztlich die Gefahr einer Explosion.

Ob es noch weitere Fälle gibt, wird sich zeigen müssen. Eine kleine Menge defekter Batterien ist bei den Millionen verkaufter iPhones nichts Ungewöhnliches. Bei Apple dürfte man aber trotzdem nervös sein. Berichten zufolge stammen die Batterien vom selben Hersteller wie die des Galaxy Note 7 - und das wurde wegen vieler explodierender Geräte im letzten Jahr aus dem Verkehr gezogen.

Samsung musste nach einer langwierigen Untersuchung des Desasters zugeben, dass die Explosions-Gefahr durch ein zu eng konstruiertes Gehäuse entstanden war. Da das iPhone 8 bei gleicher Gehäuse-Größe sogar einen kleineren Akku hat als sein Vorgänger, dürfte das bei Apples Gerät aber eigentlich kein Problem sein.

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mma
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