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iPhone für Einsteiger, Teil drei Alles im Griff


Sie sind neu in der App-Welt von iPhone, iPad und iPod Touch? Der glänzende Apple-Kosmos birgt einige Geheimnisse. In Folge drei unserer Serie geht es unter anderem um die Frage: Welche Systemfunktionen sollte man unbedingt kennen?
Von Carsten Scheibe

iPhone, iPod Touch und iPad weisen im Grunde genommen nur einen großen runden Knopf auf. Jeder findet schnell heraus: Wird diese Home-Taste gedrückt, so lassen sich offene Apps beenden. Aber gibt es da vielleicht noch andere Tastenkombinationen? Und ob!

Screenshots, Neustart, Apps löschen

Wer den Ein/Aus-Schalter an der Kopfseite seines iGeräts drückt und kurz zusätzlich die Home-Taste betätigt, löst einen Screenshot aus. Dann ertönt das Geräusch einer klickenden Kamera, und ein neues JPG-Bild wird im Foto-Ordner des Gerätes abgelegt. Auf diese Weise lassen sich beliebig viele Bildschirmfotos anfertigen.

Macht das Gadget nicht mehr, was es soll, stürzen Apps regelmäßig ab oder geht auf dem Bildschirm gar nichts mehr, so ist es an der Zeit für einen Neustart. Damit der gelingt, drücken Sie gleichzeitig den Ein/Aus-Schalter und die Home-Taste und halten sie so lange gedrückt, bis das Betriebssystem einen Neustart einläutet.

Noch ein wichtiger Kniff: Tippen Sie mit dem Finger auf eine App und lassen den Finger auf ihr stehen. Kurz darauf beginnen die Symbole der Apps hin und her zu wackeln, und sie zeigen ein X an ihrer Kopfseite. In diesem speziellen Modus ist es möglich, Apps von einem Homescreen zum anderen zu verschieben oder Apps aufeinander zu ziehen, um auf diese Weise einen neuen Ordner anzulegen. Ein Tipp auf das X löscht eine App. Sie wird dabei nur vom Gerät selbst entfernt, bleibt dabei aber weiterhin in der iTunes-Mediathek auf dem Rechner. Wichtig: Das funktioniert bei allen Apps, aber nicht bei den Programmen des Betriebssystems. Der Bearbeitungsmodus wird durch einen Druck auf die Home-Taste beendet.

Wer bereits die neueste Version des iOS auf sein iPhone, iPod Touch oder iPad aufgespielt hat, nutzt Multitasking. Das bedeutet, dass nicht mehr nur eine einzige App aktiv sein kann. Sobald eine App nicht korrekt beendet, sondern vielleicht nur über die Home-Taste geschlossen wird, bleibt sie weiterhin aktiv und belegt Speicher. Das iGerät wird also mit der Zeit langsamer, weil immer mehr Programme im Hintergrund noch aktiv sind. Hier sollte man regelmäßig alle paar Tage aufräumen. Drücken Sie dazu die Home-Taste zwei Mal schnell nacheinander. Nun werden die Icons der aktiven Apps am unteren Bildschirmrand einblendet. Drücken Sie so lange auf das erste Icon, bis es zu wackeln beginnt. Mit einem Stupser auf das X lassen sich alle offenen Programme schließen.

Flugmodus nutzen, Roaming verhindern, In-App-Käufe verbieten

iPhone, iPod Touch oder iPad: Die Geräte sind doch so einfach zu bedienen, da gibt es doch bestimmt nicht mehr sehr viele Einstellungen und Konfigurationsmöglichkeiten, oder? Der Eindruck täuscht. Tatsächlich kann der Anwender mehr Stellgrößen beeinflussen, als dies zunächst den Anschein hat. All diese Funktionen lassen sich über die dafür vorgesehene App "Einstellungen" aufrufen.

Wichtig ist es zunächst einmal, Kosten und Energie zu sparen. Wer etwa in den Urlaub fliegt, sollte noch in der Abflughalle den "Flugmodus" in den Einstellungen einschalten. Der deaktiviert in einem Rutsch die Mobilfunk-, WiFi- und Bluetooth-Funktionen, auch der GPS-Empfang wird ausgeschaltet. Jetzt gibt es im Flugzeug keine störenden Funksignale mehr, und es bleibt mehr Akkusaft übrig für Spiele, E-Books oder Filme. Abgesehen davon ist der Flugmodus in der Luft sowieso Pflicht.

Im Urlaub werden einige dieser Funktionen dann doch wieder benötigt. Aus diesem Grund lässt sich der Flugmodus nicht dauerhaft verwenden. Wichtig ist es aber im Ausland, das automatische Roaming zu deaktivieren. Es gibt Dutzende Apps, die nur zu gern auf das Internet zugreifen. Steht keine Wlan-Verbindung zur Verfügung, so wird eine Verbindung über die Telefonverbindung aufgebaut - und das kann im Ausland schnell sehr viel Geld kosten. Also ist es besser, das Roaming auszuschalten. In den Einstellungen rufen Sie dazu das Menü "Allgemein" auf und entscheiden sich dann für "Netzwerk". Hier muss "Daten-Roaming" ausgeschaltet sein, dann ist alles in Ordnung.

Noch etwas: Immer mehr Apps bieten so genannte In-App-Käufe an - Käufe aus der App heraus. Ein falscher Fingerzeig zur unachtsamen Zeit - und viel Geld wechselt den Besitzer. Vor allem Eltern haben immer wieder Angst davor, dass der Nachwuchs auf diese Weise unachtsam Kosten provoziert. Dabei lässt sich die Gefahr leicht umgehen. In den "Einschränkungen" ist es möglich, "In-App-Käufe" zu deaktivieren.

Kindersicherung einschalten

Bei Kindern und Heranwachsenden ist das so eine Sache: Wer von ihnen bereits einen eigenen iPod Touch besitzt, nutzt damit einen mobilen Hochleistungscomputer, der von den Eltern kaum noch zu kontrollieren ist. Findige Kinder kaufen auf einmal im App Store Filme und Apps ein, die für ihr Alter noch gar nicht freigegeben sind. Wer hier gleich von Anfang an die Zügel in der Hand behalten möchte, muss sich an den Einstellungen zu schaffen machen.

Wieder geht es auf die Menüseite "Einschränkungen". Diese werden mit der Funktion "Einschränkungen aktivieren" heißgeschaltet. Dabei geben die Eltern einen vierstelligen Einschränkungs-Code ein, den sie nicht vergessen, aber auch nicht den Kindern mitteilen dürfen.

Dann ist es möglich, einzelne Programme zu sperren - etwa Safari als Browser, Youtube, iTunes oder sogar die App-Installation. Wer die App-Installation ausschaltet, verbietet den Kindern ganz gezielt, neue Anwendungen auf dem Gerät einzurichten, ohne dass ein Erwachsener dabei ist und das überwacht. Außerdem ist es bei der Musik, bei den Filmen, bei Sendungen und bei den Apps möglich, jeweils einen Altersschutz wie 4+, 9+ oder 12+ zu setzen. Auf diese Weise wird gezielt verhindert, dass sich Egoshooter oder Horrorfilme auf den iPods von Grundschülern installieren lassen.

Carsten Scheibe schreibt in seinem stern.de-Blog "iPhone-Junkie" ständig über die neuesten Apps, die er bemerkenswert findet.


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