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Konkurrenz für beliebte App Facebook arbeitet an Konkurrenz für Snapchat


Facebook plant laut einem Zeitungsbericht einen neuen Anlauf, die populäre App Snapchat mit ihren automatisch verschwindenden Bildern anzugreifen.

Das weltgrößte Online-Netzwerk arbeite seit Monaten an einem neuen Konkurrenzdienst, berichtete die "Financial Times" am späten Sonntag. Mit der Facebook-App würden Nutzer kurze Videos verschicken können, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Sie trage den Arbeitsnamen "Slingshot" (Steinschleuder).

Facebook hatte im vergangenen Jahr versucht, Snapchat zu kaufen, doch die Gründer lehnten ab. Das Angebot lag laut Medienberichten bei drei Milliarden Dollar. Facebook machte daraufhin die Übernahme des Messaging-Dienstes WhatsApp für bis zu 19 Milliarden Dollar fest. Bereits seit 2012 hatte Facebook als Konkurrenz für Snapchat die App "Poke", bei der die Fotos nach dem Ansehen ebenfalls von selbst verschwanden. Sie fand jedoch nur wenige Nutzer und wurde vor kurzem aus den Download-Plattformen zurückgezogen.

Snapchat ist vor allem bei jungen Nutzern beliebt. Und gerade bei dieser wichtigen Altersgruppe wird oft über ein nachlassendes Interesse an Facebook spekuliert, auch wenn belastbare Zahlen dazu bisher fehlen.

Das Interesse an Botschaften mit eingebautem Verfallsdatum nimmt schon seit einiger Zeit zu - und auch die Großen der Branche springen auf den Zug auf. So wurde vergangene Woche bekannt, dass der Internet-Pionier Yahoo den Snapchat-Konkurrenten Blink kaufte. Der bisherige Blink-Dienst wird zwar eingestellt, die Mitarbeiter des Start-ups sollen jedoch an Kommunikations-Anwendungen bei Yahoo arbeiten. Auch immer neue Anbieter drängen ins Geschäft wie etwa die Deutsche Anwendung Pop.

Snapchat hatte Anfang des Jahres mit einem riesigen Datenleck zu kämpfen, bei dem Namen und Telefonnummern von rund 4,6 Millionen Nutzern im Netz veröffentlicht wurden. Seitdem wurden die Sicherheit-Vorkehrungen verbessert. Vor kurzem fügte Snapchat Textnachrichten und Videoanrufe als weitere Funktionen hinzu. Das Start-up nennt keine Nutzerzahlen, schlägt aber nach eigenen Angaben rund 700 Millionen Nachrichten pro Tag um.

cf/DPA DPA

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