Service Die geheimen Kostentreiber im Mobilfunk


Was die Handyrechnung unbemerkt in die Höhe treibt

Die Mailbox-Falle:

Wer statt des gewünschten Gesprächspartners oft nur die Mailbox erreicht, sollte auf einen Vertrag mit einer Abrechnung im Zehn- oder Ein-Sekunden-Takt wechseln. Die zusätzlichen Kosten dafür haben sich schnell rentiert.

Die wandernde City-Zone:

Bei T-Mobile und Vodafone kann man über diese mobile City-Option günstig in das Festnetz der Stadt telefonieren, in der man sich gerade aufhält. Dumm nur, wenn man am Stadtrand ist und sich das Handy im Nachbarort eingebucht hat. Dann ist aus dem mobilen Ortsgespräch plötzlich ein bis zu fünfmal teureres Ferngespräch geworden.

Kosten ohne Verbindung:

Manche Zeitgenossen schalten ihre Mailbox ab, um Anrufern Kosten zu ersparen. Doch die gute Tat kann Geld kosten: Die Benachrichtigungs-SMS bei Anrufen in Abwesenheit ohne aktive Mailbox zahlt bei Vodafone der Anrufer.

Teurer Netzwechsel bei O2:

O2-Kunden können bei Funklöchern im eigenen Netz auch über T-Mobile telefonieren. Nach der automatischen Umbuchung entfallen jedoch die mobile City- und Homezone. Das ist etwa in der Berliner U-Bahn wichtig, die von T-Mobile, aber nicht von O2 versorgt wird.

Vorsicht an der Grenze:

Wer sich in Grenznähe aufhält, landet manchmal in einem Funkloch des deutschen Netzes. Zuweilen bucht sich das Handy in das ausländische Netz um. Anrufe können weiterhin entgegengenommen oder getätigt werden, kosten aber nun den Roaming-Preis statt des Inlandspreises - unter Umständen also sechsmal mehr.

Finger weg von Sonderrufnummern:

Immer öfter werden Sonderrufnummern (meist mit der Vorwahl "0137") beworben - für die Teilnahme an Spielshows oder zur Abstimmung über das Schicksal von Containerbewohnern. Die angegebenen Preise gelten jedoch für das Festnetz der Telekom. Vom Handy kommen noch Zuschläge der Netzbetreiber dazu. Wer per Wahlwiederholung des Handys mehrmals eine Voting-Nummer anruft, um seinen "Star" zu unterstützen, verballert so leicht mehrere Euro pro Minute.

Finger weg von Premium-SMS:

Diese SMS an Kurznummern (in der Regel fünfstellig) kosten bis zu zwei Euro pro Nachricht. Ein heiáer - meist ohnehin fingierter - SMS-Flirt kann somit schnell sehr teuer werden.

Der Trick mit blinden Rückrufen:

Gewerbetreibende sind es gewohnt, auch unbekannte Anrufer auf dem Handy zurückzurufen, solange deren Nummer im Display angezeigt wird. Es könnte ja ein neuer Kunde sein. Teuer wird das jedoch, wenn ein "Spammer" kurze Anrufe gemacht hat, sodass dessen teure Rückrufnummer (meist im Ausland oder eine Servicenummer) angezeigt wird.

Nebenkosten prüfen:

Deaktivierungsgebühren bei Vertragskündigung sind nicht mehr zulässig. Werden sie dennoch berechnet, sollte man sie zurückfordern. Gebühren beim Wechsel in ein anderes Mobilfunknetz unter Mitnahme der Rufnummer sind ähnlich zu sehen. Man sollte sie nur unter Vorbehalt zahlen oder bei nachträglicher Berechnung zumindest Widerspruch einlegen. Hier fallen bis zu 116 Euro (Drillisch/Alphatel) an.

Auf Kontodeckung achten:

Diverse Provider berechnen hohe Gebühren für Rücklastschriften und dann noch mal Entgelte für eine šberweisung des Betrages. Kommt noch eine (vorübergehende) Sperre der Karte und die folgende Löschung der Sperre hinzu, ist man schnell bei 50 Euro Kosten, die man sich bei ordentlicher Kontoführung erspart hätte.

Vorsicht bei Daten-Downloads:

Der GPRS-Dienst für mobilen Online-Zugang ist prima, um kleine Datenmengen zu übertragen. So kostet die Nutzung von Online-Portalen über ein GPRS-Handy nur einen Bruchteil der früheren WAP-Einwahl. Anders sieht es mit dem Laptop aus: Beim Normalpreis von 19 Cent pro 20 Kilobyte kommt ein Ein-Megabyte-Download auf 9,73 Euro. Dabei ist dieser Download im günstigsten Fall bereits nach drei Minuten abgeschlossen. Wer GPRS mit dem Laptop nutzen will, sollte daher unbedingt vorher eines der mobilen GPRS-Datenpakete mit einem oder fünf MB Inklusivvolumen abschlieáen - sonst wird's teuer.


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