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SMS-Alternative Whatsapp wird zum Walkie-Talkie


Neue Funktion für Whatsapp: Ab sofort kann die Chat-App nicht nur Bilder und Videos verschicken, sondern auch Sprachnachrichten. Zudem gibt es einen neuen Nutzerrekord.

Der beliebte SMS-Ersatzdienst Whatsapp hat eine neue Funktion spendiert bekommen: Nutzer können nun Sprachnachrichten aufzeichnen. Die Bedienung ist kinderleicht: Der User tippt einfach auf das Mikrofonsymbol rechts neben dem Texteingabefeld und kann anschließend die Aufnahme an Freunde verschicken. Eine zeitliche Begrenzung für die Aufnahme gibt es nicht, sie kann zudem mit einem Wisch gelöscht werden.

Jan Koum, Chef von Whatsapp, sagte dem Technikblog "AllThingsD", die neue Sprachfunktion sei vor allem in solchen Ländern nützlich, in denen das Tippen auf einer Smartphone-Tastatur sehr schwer sei. In Russland müssen 33 Buchstaben auf der winzigen Tastaur untergebracht werden. Hier soll die Sprechfunktion Abhilfe schaffen. "Wir sind wirklich begeistert von dieser Funktion", sagte Koum. "Wir denken, das wird großartig."

300 Millionen aktive Nutzer

Whatsapp gibt es seit vier Jahren. Mittlerweile hat die App 300 Millionen monatliche Nutzer, 20 Millionen davon in Deutschland. Täglich werden elf Milliarden Nachrichten verschickt und 20 Milliarden empfangen, weil einige Mitteilungen an mehrere Nutzer gehen. Damit ist Whatsapp ach WeChat (400 Millionen User) die erfolgreichste Messenger-App der Welt. Allerdings ist WeChat außerhalb des asiatischen Raums praktisch kaum vertreten.

Ob der Dienst in Zukunft auch Video-Mitteilungen anbieten wird, ließ Koum noch offen:" Es hängt ein bisschen davon ab, was die Nutzer wollen und wie sich die Industrie entwickelt. Aber wir werden definitiv die Möglichkeiten zum Verschicken von Nachrichten optimieren."

Absage an Desktop-Version

Eine Desktop-Version des Nachrichtentools gibt es bislang nicht und werde es auch in Zukunft nicht geben, erklärte Koum vor einigen Monaten. "Wir bekommen diese Frage oft gestellt", sagte er in dem Interview mit "AllthingsD". "Wir glauben, dass die Welt mobiler wird und wollen deshalb exklusiv auf Mobilgeräten bleiben." Das Telefon habe man überall dabei, der Desktop werde zur Nebensache, ist Koum überzeugt. Auch der von vielen Usern gewünschten Funktion zur Übertragung von Live-Streams erteilte er damals eine Absage.

cf

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