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Neue Android-Funktion Wie Google verhindern will, dass Smartphone-Nutzer gegen Laternen laufen

Mann schaut im Gehen aufs Handy
Auf der Straße aufs Handy zu schauen kann gefährlich werden – auch für Fußgänger
© alvarez / Getty Images
Eine neue Funktion im Google-Betriebssystem Android soll Nutzer davor warnen, das Smartphone zu bedienen, wenn sie gerade zu Fuß unterwegs sind. Das soll für mehr Achtsamkeit, aber vor allem auch mehr Sicherheit sorgen.

Die Szenen wirken wie aus einem Slapstick-Film, spielen sich auf den Straßen aber immer wieder ab: Smartphone-Nutzer schauen auf das Telefon in ihrer Hand – und laufen deshalb gegen Laternen oder stoßen mit anderen Passanten zusammen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu schweren Unfällen führen, wenn das Handy mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Straßenverkehr, auch bei Fußgängern.

Google will nun offenbar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Das neue Betriebssystem Android 12 soll die Funktion "Heads Up" enthalten – auf Deutsch: "Kopf hoch". Sie soll Nutzer warnen, wenn sie mit dem Handy beschäftigt und gleichzeitig zu Fuß unterwegs sind. Die Funktion ist Teil der App "Digital Wellbeing" (digitales Wohlfühlen). Ein Twitter-Nutzer teilte einen Screenshot aus der Beta-Version des Betriebssystems.

Android-Funktion "Heads Up" soll Unfälle vermeiden

Darin erscheint der Warnhinweis: "Schau hoch. Vermeide es, auf dein Handy zu schauen, während du gehst." Die Funktion soll als "Erinnerung" dienen, auf die Umgebung zu achten. Dazu muss Google den Standort des Nutzers und seine Bewegungsdaten auslesen können. Die Technologie ähnelt also jener der beliebten Schrittzähler-Funktion bei Smartphones, mit der viele Nutzer kontrollieren, ob sie sich im Alltag genügend bewegen.

Kind nutzt Smartphone

"Heads Up" soll Usern zu einem achtsameren Umgang verhelfen, wie zum Beispiel auch andere Funktionen, die die Bildschirmzeit tracken. Bei dem neuen Feature kommt zudem der Sicherheitsaspekt hinzu. Dennoch wird gewarnt: Das Nutzen dieser Funktion bedeute nicht, "dass du in der Zwischenzeit nicht mehr aufpassen musst". Wann alle Android-Nutzer darauf zugreifen können, ist noch nicht bekannt.

Quellen:  "Spiegel", Jay Prakash Kamat auf Twitter

epp

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