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Jetzt spricht der Anbieter WinSim erhöht die Preise - viele Kunden sind verärgert

Der Billig-Mobilfunkanbieter WinSim erhöht die Preise. Viele kunden sind verärgert.
Der Billig-Mobilfunkanbieter WinSim erhöht die Preise. Viele kunden sind verärgert.
© WinSim
Kunden des Mobilfunkanbieters WinSim sind verärgert: Trotz Vertragslaufzeit sollen sie ab 1. Mai jeden Monat mehr zahlen Jetzt hat sich der Anbieter dazu geäußert.

WinSim ist einer der bekanntesten Billiganbieter im deutschen Mobilfunkmarkt. Smartphone-Flatrates mit mobilem Datenvolumen bekommt man dort bereits für wenige Euro im Monat. Nun steht der Anbieter in der Kritik: Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen seinen Bestandskunden via E-Mail und SMS mitgeteilt, dass die Preise ab 1. Mai erhöht werden. Das gilt auch für aktuelle Verträge mit und ohne Laufzeit.

Die Preise sollen je nach Tarif um ein oder zwei Euro pro Monat erhöht werden, berichten verärgerte Kunden in sozialen Netzwerken. Das klingt zunächst nach nicht viel, bei günstigen Verträgen (3,99 Euro pro Monat) bedeutet das aber einen Aufschlag um fast 50 Prozent.

Kein Zusammenhang mit EU-Roaming

Wie viele Kunden genau von der Preiserhöhung betroffen sind, möchte das Unternehmen nicht sagen. Doch warum wird überhaupt die monatliche Gebühr erhöht? Das Unternehmen schreibt in der Mail an die Kunden, dass "auch bei WinSim verschiedenste Kosten" steigen - gemeint sind etwa die Energiepreise und Kosten für Personalschulungen. Der Vertrag werde automatisch umgestellt, die Tariflaufzeit bleibe unverändert, heißt es weiter. Im Gegensatz zu einigen Internetberichten steht die Preiserhöhung aber in keinem kausalen Zusammenhang zur EU-Roaming-Regel.

Widerspruch bei WinSim einreichen

Wer mit der Preiserhöhung zum 1. Mai nicht einverstanden ist, kann bis zum 30. April widersprechen. Dazu muss man sich online in der WinSim-Servicewelt einloggen (diese finden Sie hier), dort findet man einen Reiter "Widerspruch". Zudem könne man sich mit Fragen telefonisch oder per E-Mail an preisanpassung@drillisch-online.de an die Kundenberater des Unternehmens wenden.

Konkrete Folgen habe der Widerspruch für den Kunden zunächst nicht, der Vertrag laufe unverändert weiter, erklärt das Unternehmen. "WinSim behalte sich aber vor, langfristig den Vertrag zu kündigen. Darüber, ob es zu solchen Kündigungen von Unternehmensseite kommt, habe man noch nicht entschieden", wird ein Drillisch-Sprecher auf "Spiegel Online" zitiert.

Die Marke WinSim ist Teil der Drillisch AG, zu der auch andere Anbieter wie Discoplus, Smartmobil und DeutschlandSIM gehören.

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cf

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