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Dubais Feuerwehr: Mit dem Jetpack ins Inferno

Dubai rüstet sich gegen Hochhausbrände. Mit dem Jetpack sollen die Feuerwehrleute in Zukunft Menschen aus brennenden Wolkenkratzern retten können.

Der Stand von Martin Aircraft auf der Messe in Dubai.

Der Stand von Martin Aircraft auf der Messe in Dubai.

Auf der Dubai Airshow 2015 kaufte der Wüstenstaat 20 Jetpacks des neuseeländischen Herstellers Martin Aircraft Company.  Jeder Jetpack wird von einem Piloten gesteuert und kann etwa 30 Minuten in der Luft bleiben. Die Reichweite beträgt 30 bis 50 Kilometer. Auf bis zu 1000 Meter Höhe kann das Gerät dabei steigen. Der Pilot steht auf einer kleinen Plattform zwischen zwei Propellern, die an große Varianten von Drohnentriebwerken erinnern.

Verkehrskontrolle mit dem Jetpack.

Verkehrskontrolle mit dem Jetpack.

Lieutenant Colonel Ali Hassan Almutawa, der Chef des Zivilschutzes, erklärte, dass es sich keineswegs um eine PR-Massnahme halte. "Dubai ist weltweit führend beim Bau von hohen Wolkenkratzern und manches Mal haben unsere Leute Schwierigkeiten, bei Notfällen schnell einzugreifen. Diese Fluggeräte statten uns besser aus."

Die Jetpacks sollen allerdings nicht als fliegende Feuerwehr zum Löschen von Großbränden eingesetzt werden. Sie sollen vor allem helfen, Menschen zu retten. Für den besonderen Einsatz werden die Jetpacks noch mit Wärmebildkameras ausgerüstet.  "Häufig können unsere Männer nicht mit den Menschen in den Wolkenkratzern kommunizieren, vor allem dann, wenn die Menschen in Panik hinter den Scheiben oder auf Balkonen stehen."

Aus einem Werbevideo des Herstellers.

Aus einem Werbevideo des Herstellers.

Von dem Jetpack aus könne man den Brandopfern Instruktionen über Rettungswege erteilen. Es soll zudem erprobt werden, ob die Geräte nicht auch schweres Löschgerät transportieren können. Außerdem denkt Almutawa an die Bergung von Opfern.

Peter Coker , Chef von Martin Aircraft, sagte auf der Luftfahrtmesse, dass diese Jetpacks auch in schwierigen Situationen sehr einfach zu steuern seien und keine Super-Piloten nötig seien. "Unsere Jetpacks wurden dafür konstruiert. Sie werden nicht manuell, sondern über einen Computer gesteuert, so dass sie immer sehr stabil in der Luft bleiben."

Sie sollen so einfach zu fliegen sein, dass Peter Coker hofft, neben Kunden aus dem gewerblichen Sektor, auch welche aus der Freizeit- und Tourismusindustrie zu finden.

"In wenigen Jahren werden sie von Kunden in überwachten Umgebungen benutzt werden können, vielleicht haben wir dann Clubs für Jetpack-Flieger."


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