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Roboter-Dinosaurier "Pleo": Ist der niedlich?

Der Roboter-Dinosaurier Pleo ist das wohl intelligenteste Spielzeug, das es je gab. Er reagiert auf seine Umwelt und hat fast so etwas wie eine eigene Persönlichkeit

Von Karsten Lemm

Ach, ist der niedlich! Er gurrt und surrt, wedelt mit dem Schwanz, klimpert mit seinen Kulleraugen und tapst unbeholfen durch die Gegend, um zu sehen, was es Neues gibt. Ab und zu schreit er und will gestreichelt werden. Wären da nicht die Motorengeräusche, könnte man glauben, ein Wesen aus Fleisch und Blut vor sich zu haben. Pleo heißt der Kleine und ist ein Dinosaurier - der modernste, den die Welt je gesehen hat: Pleo ist Vorbote einer neuen Art von Spielzeugen, die intelligent genug sind, auf ihre Umwelt zu reagieren. Sobald man ihn einschaltet, legt er los. Er sucht nach Futter (alles, was grün ist), grunzt zufrieden oder ruft nach Mama. Seine Entwickler bei der US-Firma Ugobe haben ihm ein Arsenal an Mikrochips, Kameras, Sensoren und Motoren unter die Kunststoffhaut gepflanzt, damit er sehen, hören, fühlen, sprechen und - in Grenzen - denken kann. "Unser Ziel war, Pleo so lebendig zu machen, dass Menschen eine Beziehung zu ihm aufbauen können", erklärt John Sosoka, Ugobes Technischer Direktor.

Dass auch Erwachsene leicht vergessen, nur einen Haufen Elektronik in Händen zu halten, haben schon andere gezeigt: Millionen Menschen verknallten sich auf Anhieb in ihre Furbys, als die pelzigen Spielfiguren 1998 auf den Markt kamen - nur weil da ein kleines Wesen mit großen Augen auf sie reagierte. Auch Sonys Hunderoboter Aibo ließ Herzen schmelzen, allerdings reichte die Begeisterung meist nicht, um mehr als 2000 Euro für den digitalen Vierbeiner auszugeben.

"Pleo wird ein Hit"

Ugobe, mitgegründet von einem der Furby-Väter, Caleb Chung, sucht nun den Mittelweg: Pleo hat wesentlich mehr Grips als seine fusseligen Vorgänger und kann auch mehr als Aibo, kostet mit 399 Euro aber viel weniger. Billig ist das immer noch nicht, doch das dürfte Technikfans kaum stören, glaubt Dan Kara von der Unternehmensberatung Robotics Trends. "Pleo wird ein Hit", sagt er. "Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu intelligenten Spielzeugen, und die sind groß im Kommen."

Ugobe hofft, dass Pleos potenzielle Adoptiveltern in dem digitalen Dino eher ein Haustier sehen als Kinderkram. "Er ist kein ferngelenktes Auto und kein Plüschtier, sondern jemand, den man kennenlernen kann", sagt Sosoka. Jahrelang tüftelten die Entwickler daran, ihrem Geschöpf genug Intelligenz zu programmieren, damit es eine eigene Persönlichkeit entwickelt.

Frisch vom Regal soll Pleo einem jungen Camarasaurus entsprechen, unerfahren und noch etwas unsicher auf den Beinen. Doch je länger er - nun ja - lebt, desto stärker prägt ihn seine Umwelt: Wer Pleo lieb hat, kümmert sich um ihn, dann ist er glücklich; wer den Dino dagegen vernachlässigt, riskiert, dass der verkümmert und sich zurückzieht. Zumindest soll Pleo dieses Verhalten bald beherrschen: Im Augenblick liegt sein IQ noch unter dem angestrebten Wert. Schon mehrfach wurde der Auslieferungstermin verschoben, jetzt entschlossen sich Pleos Väter, ihren Sprössling etwas beschränkt in die Welt zu entlassen - gerade noch vor Weihnachten. "Einige Funktionen sind noch nicht so hoch entwickelt, wie wir uns das vorgestellt hatten", räumt Sosoka ein. Aber das ist kein Problem: Sobald die Programmierer mit der nächsten Evolutionsstufe fertig sind, brauchen sie die Software nur ins Internet zu stellen; von dort können Pleos Adoptiveltern sie herunterladen und ihrem Kleinen per Speicherkarte einimpfen. Für den Fall, dass mal etwas schiefläuft, gibt es sogar einen Knopf, mit dem der Roboter sich in seinen Urzustand zurücksetzen lässt, ähnlich einer digitalen Gehirnwäsche. "Manchmal", sagt Sosoka und lacht, "hätte ich mir so etwas für meine Kinder auch gewünscht, als sie Teenager waren."

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.